DADO TREFFEN IN SÜDTIROL

Die deutschsprachigen Alzheimergesellschaften im Austausch

Aus der Zeitschrift „Dolomiten“ vom 05.09.2022

„Für ein Kind braucht es ein Quartier, für Demenzkranke hingegen ein ganzes Dorf“

Nicht jammern, sondern agieren, so lautet der Tenor von Ulrich Seitz, Präsident der Alzheimervereinigung Südtirol mit seinen Vorstandsmitgliedern. Anstoß dafür war der kürzlich stattgefundene Besuch einer hochkarätigen Delegation der deutschsprachigen Alzheimergesellschaften in Terlan im Rahmen einer gemeinsamen Klausurtagung. Das Netzwerk „DADO“ umfasst Experten aus Deutschland, Belgien, Frankreich, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich, Schweiz und eben Südtirol.

Seitz berichtete von der großen Hoffnung, dass die Südtiroler Landesregierung doch noch wie im Jahre 2016 versprochen, einen eigenen Fachplan für Demenz mit konkreten Maßnahmen für die rund 13.000 betroffenen Südtiroler erlässt. Diesen hätten wir so dringend. in diesen so schwierigen letzten Jahren gebraucht, betont auch Vizepräsidentin Edith Moroder.

Nichtsdestotrotz will das Ehrenamt in der Zwischenzeit auf politscher Ebene nicht untätig sein und so wird die ASAA Südtirol neben der Aufrechterhaltung der Dienstleistungen, die den Familien im Lande zugutekommen, demnächst der Landesregierung einen Vorschlag für die Neuausrichtung der Bewertung von dementiellen Krankheitsbildern im Zusammenhang mit der Pflegeeinstufung unterbreiten. Dieser wird keineswegs Mehrkosten hervorrufen, jedoch mehr Sicherheit für alle involvierten Akteure im Pflegeprozess mit sich bringen. Weitere dringende Punkte, die in Angriff zu nehmen sind, betreffen die Versorgung jüngerer Menschen, die an Alzheimer leiden, die Personalrekrutierung auf europäischer Ebene sowie die Auslobung von Forschungspreisen für praktisch ausgerichtete Projekte, die mehr Lebensqualität sei es in den Heimen, aber vor allem bei der Betreuung daheim zur Folge haben.

Die Alzheimervereinigung hat vor, sich konsequent mit Fachleuten aus verschiedensten Berufsgruppen in Europa zusammenzuschließen, um somit neue Versorgungsmodelle hierzulande implementieren zu können. Gerade aus den kleinen Ländern Liechtenstein und Luxemburg könnte man sich für Südtirol viel Innovatives abschauen und vor allem was die Kosten- und Nutzenrechnung für die Familien, die mit schweren Krankheitsfällen konfrontiert sind, angeht, lernen!

Die Thematiken werden bei der bevorstehenden Veranstaltung zum Welt-Alzheimertag 2022 in der Melittaklinik in der Laura Conti-St. 2 am 21.09.2022, ab 15 Uhr vertieft.

Interessierte sind herzlich dazu eingeladen (mehr unter info@asaa.it)

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