Präsentation “Sente-mente Modell” bei Alzheimer-Patienten

Pressemitteilung: Letizia Espanoli mit ihrem Sente-mente Modell zu Gast in Bozen

Letizia Espanoli mit ihrer Kollegin Anna Gaburri und Präsident Verein Alzheimer Südtirol Ulrich Seitz

Für viele Menschen, die in der häuslichen Pflege von Demenzkranken involviert sind, bedeuten die Sommermonate noch mal eine zusätzliche Herausforderung.

Aus diesem Grunde forciert der Verein Alzheimer Südtirol ASAA seine Aktivitäten und Bemühungen rund um die Entlastung der Angehörigen mit spezifischen Angeboten.

Ein Modell, das uns überzeugt und tolle Ergebnisse zeigt, ist das so genannte Gefühls-Verstand-Modell „Sentemente“ rund um die Alzheimer-Krankheit, so Präsident Ulrich Seitz .Es basiert immer auf dem, was die Krankheit dem Menschen nimmt, aber auch noch geben kann. Wissenschaftliche Studien der letzten Jahre haben genau darauf aufmerksam gemacht, was noch an Potential in den betroffenen Menschen da ist. Der Demenzkranke/die Demenzkranke verliert zwar seine kognitiven Fähigkeiten, behält aber seine emotionalen Fähigkeiten bei. Er erlebt Emotionen. Wir sprechen also nicht nur von Verlust, sondern müssen uns auf eine neue Art, die Möglichkeiten des Lebens zu genießen, einstellen. Total dement also oder doch nicht? Vergessen wir nicht die Gefühlswelt, auch weil der Mensch bis zu seinem letzten Atemzug seine eigenen Gefühle und die der Menschen in seiner Umgebung spürt.

Das Modell Sente-mente®, das 2014 von der über die Landesgrenzen hinaus bekannte Expertin Letitzia Espanoli entwickelt wurde, leistet einen Beitrag landesweit und entwickelte auch konkrete Antworten im Hinblick auf die Bedürfnisse in den Seniorenresidenzen, hilft Familien und Fachleuten, die andere Seite der Demenz und insbesondere den Alltag der Person mit Demenz zu verstehen. Auf territorialer Ebene lernen die Familien durch die Zusammenarbeit mit Vereinen, über Workshops und mittels der „Sente-mente-Cafés“, die Beziehung zu den Erkrankten und deren Bedürfnisse als etwas Besonderes zu erleben, deren Gefühle besser zu verstehen, zu spüren, dass es immer etwas zu tun gibt, aber vor allem lernen sie, den Verhaltensstörungen der Person mit Demenz einen Sinn und eine Bedeutung zu geben und Tage des Lebens so zu gestalten, dass sie eine Bereicherung darstellen. Was die Arbeit von Sente-mente in den Seniorenwohnheimen betrifft, so handelt es sich um eine Reise, die das Führungspersonal bei der Entwicklung einer Organisation unterstützt, die nicht nur in der Lage ist, die Bewohner zu betreuen, sondern auch das ständige Wohlbefinden des Personals zu messen und zu fördern. Eine Reise, die dem Management und den Betreibern Hilfsmittel für das tägliche Leben an die Hand gibt und eine Verringerung der physischen und pharmakologischen Einschränkungen ermöglicht.

Die Treffen des Sente-mente-Modells richten sich an homogene Personengruppen (Familienangehörige, Betreuer, Demenzkranke, Betreuer in Altenheimen, Menschen, die gerade einen Trauerfall erlebt haben, usw.) und werden nach einer präzisen Methodik durchgeführt, Die Teilnehmer am Austausch werden so auf eine theoretische, erfahrungsbezogene und regenerative Reise geführt, die es ihnen ermöglicht, für sich selbst zu sorgen, das zu entdecken, was die moderne Psychologie als Quelle des Glücks und des inneren Wohlbefindens ansieht, ihren Alltag zu überdenken und zu verstehen, welche Handlungsspielräume sie haben (allzu oft wurde den Familien von verschiedenen Seiten gesagt, dass es angesichts der fortschreitenden Krankheit nichts mehr zu tun gibt und dass sie ihnen alles nehmen und die Person, die sie lieben, als leere Hülle zurücklassen wird), so die Referentin Letizia Espanoli, die bei einer kürzlich stattgefundenen Veranstaltung in Bozen, unzählige betroffene Familien, die bereits seit mehr als 5 Jahre zu Hause ihre Verwandten betreuen, beraten konnte.

Neben diesen Hilfestellungen baut der Verein Alzheimer auf eine Reihe von Services, die daheim erbracht und vom Verein koordiniert werden. Therapeutische Ansätze und Beratung auf allen Ebenen sind dabei, großteils kostenlos über info@asaa.it oder die Grüne Nummer 800660561 abrufbar.

Des Weiteren sind wir mit dem Aufbau praktischer Sach- und Pflegeleistungen beschäftigt, die gemeinsam mit der Wirtschaft auf die Beine gestellt werden. Denn eines steht fest: immer mehr Arbeitnehmer werden sich künftig neben ihrem Job auch um einen Pflegefall kümmern müssen. Ulrich Seitz ist überzeugt, auch für Südtirol ein neues Mitarbeiternetzwerk „Arbeiten und Pflegen“ zu aktivieren. Ein solches soll hierzulande im Zusammenspiel mit Betrieben unterschiedlicher Größenordnung, Fuß fassen. Pflege ist nämlich keine karitative Freundlichkeit, sondern entwickelt sich zusehends zur Kernverantwortung engagierter Unternehmer. In einer Zeit des Fachkräftemangels ist es uns ein Anliegen, Vorgesetzte zu motivieren, für betroffene Mitarbeiter im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten flexible und individuelle Lösungen, zu finden. Das führt zu einem Mehrwert für alle, meint Seitz.

Alle interessierten Betriebe können sich für das neue Pilotprojekt ab sofort bei info@asaa.it melden und kostenlose Schulungen anfordern.

 

Mit besten Grüßen
Ulrich Seitz
Präsident

 

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Ulrich Seitz,

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