03.04.2025
Eine Herkulesaufgabe
Am Freitag, den 28. März 2025 hat die Mitgliedervollversammlung statt gefunden

Aus der Zeitschrift „Dolomiten“ vom 31.03.2025

Aus der Zeitschrift „Dolomiten“ vom 31.03.2025

Screenshot

Aus der Zeitschrift "Zett - Die Zeitung am Sonntag” vom 30.03.2025


Immer mehr Pflegende zuhause – jedoch: wie lange wird das noch sein?
Der Verein Alzheimer Südtirol ASAA hat bei seiner Mitgliedversammlung im Rahmen seiner Mitgliederversammlung über ein bewegtes Jahr 2024 Bilanz gezogen.
So erhielt der Verein in den letzten 12 Monaten über die spezifische Grüne Nummer 800660561 rund 500 Anrufe von Familienangehörigen in Not. Ein Highlight im Jahre 2024 stellte die Organisation der Infoveranstaltung „das merk ich mir“ zum Weltalzheimertag dar. Dabei wurde das Thema „Künstliche Intelligenz und Demenz“ in den Vordergrund gestellt“. Für 2025 ist hingegen das Jahresthema „die personalisierte Medizin“ vorgesehen. Hinaus zu den Leuten lautete auch 2024 das Anliegen bei 13 Infoabenden Südtirol weit. Seit nunmehr vier Jahren pflegt der Verein ASAA ebenso den Kontakt zu den Deutschsprachigen Alzheimer- und Demenz-Organisationen DADO in Europa.

Der Präsident Ulrich Seitz
Es ist dabei so ASAA Präsident Ulrich Seitz gelungen, auch im Rahmen eines Erasmus+-Programmes, aktuelle Anliegen Betroffener und deren Angehörigen in den Mitgliedsländern zu erarbeiten. Dabei wurden die gemeinsamen Problemkreise „Demenz mit Beginn im jüngeren Alter“ und „Diversität“ angegangen und es werden auch für Südtirol neue Vorhaben angedacht.
Tatsache ist, dass Immer mehr Patienten und Patientinnen in Südtirol zu Hause betreut werden. Es sind rund 11.000 Betroffene (ca. 25 Prozent mehr als noch im Jahre 2016). Bei den Demenz-Kranken werden rund 70% aller Angesprochenen im familiären Umfeld oder über Hilfskräfte betreut. Meistens sind es durchschnittliche Betreuungszeiten von 6 bis 11 Jahre.

Bild von links nach rechts Psychologe Michele Piccolin, Stadtrat für Soziales Gemeinde Bozen Juri Andriollo, ASAA Vizepräsidentin Edith Moroder, Landtagsabgeordnete Team K Maria Elisabeth Rieder, Salto Chefredakteurin Simonetta Nardin, ASAA Präsident ulrich Seitz, Rechtsanwalt Christian Perathoner, Rechtsanwalt Alexander Kritzinger.
Deshalb müssen auch Familien und Pflegekräfte entsprechend auf ihren Einsatz vorbereitet werden, damit die häusliche Pflege für beide Seiten machbar und weniger belastend erscheint. Laut ASAA Präsident Ulrich Seitz braucht es in Südtirol dringend einige Anpassungen, da viele Familien am Anschlag sind. Die Zeiten für Pflegeeinstufung sind lang, aber vor allem fehlen neben finanziellen Hilfen, Entlastungsangebote auf allen Ebenen. Kurzzeitpflegebetten in den Seniorenwohnheimen sind auf Jahre ausgebucht. Zudem ist es notwendig, so Seitz, die Menschen nicht noch mehr zu verunsichern, beispielsweise durch Urteile und deren Auslegungen im Hinblick auf die Übernahmen von Gesundheitsleistungen bei Schwerkranken in den Heimen.
Die Südtiroler Realität ist da anders strukturiert wie Restitalien, aber dennoch ist es notwendig, einen fixen Arbeitstisch mit Rechtsexperten einzurichten, was der Verein ASAA nun konkret umgesetzt hat. Wir werden der Öffentlichen Hand hier praktisch gesehen, mit Expertisen zuarbeiten und der Bevölkerung mit Beratungen zur Seite stehen.
Der aktuelle Forderungskatalog von ASAA beinhaltet Konkretes:
- Dringende Neu-Ausrichtung der Pflegeeinstufung für Demenzkranke
- Finanzielle Hilfestellungen und Ausgleichzahlungen bei Überschreitung von Wartezeiten
- Besseren Zugang zu sozio-sanitären Leistungen und effiziente Entlastungsangebote
- Echte Vereinbarkeit von Beruf und Pflege
- Anerkennung der Leistungen in der Pflege daheim für Rentenzwecke
- Task-Force für Junge Demenzkranke
- Anerkennung Berufsbild für die Pflege daheim
- Generationenpakt und attraktives Zeitbank-Modell
- Investitionen in die Forschung und praktische Studien
- Eine Beobachtungsstelle mit verlässlichen Daten
- Pflegende Angehörige absichern und stärken
>> Hier die Präsentation und die Folien, die während des Treffens gezeigt und diskutiert wurden, zum Herunterladen

Runder Tisch mit Stadtrat für Soziales der Gemeinde Bozen Juri Andriollo, Rechtsanwalt Christian Perathoner, Salto Chefredakteurin Simonetta Nardin, Rechtsanwalt Alexander Kritzinger, Psychologe und Experte Michele Piccolin, ASAA Präsident Ulrich Seitz
Hier die Interviews
(von der Genossenschaft Gnews aufgenommen wurden)
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