Dora Pircher

Es war mir wichtig, mein soziales Umfeld über die Krankheit zu informieren,Verständnis zu wecken und unangenehme Situationen zu vermeiden.
Dies hat dazu beigetragen, besser mit der Krankheit meines Mannes umzugehen und meine Grenzen zu akzeptieren.

Sie hat Bruno lange Zeit zuhause gepflegt.

Fotoprojekt als Wanderausstellung

Das Fotoprojekt Alzheimer wurde von der ASAA 2014 gestartet: Seitdem tourt die einfühlsame Bilderserie durch Südtirol und wurde bereits an sieben verschiedenen Orten aufgestellt. Die ASAA bietet allen Interessierten und Institutionen das Fotoprojekt an, die zur Sensibilisierung und Sichtbarkeit der Krankheit Alzheimer beitragen wollen.

Anfragen unter info@asaa.it

Die Verantwortung zu handeln

Die Fotos der Ausstellung sind inzwischen auch in Form einer zweisprachigen Broschüre mit informativen Texten von Prof. Marco Trabucchi erschienen.

Die Fotografen

Alberto Franceschi

La mostra racconta le storie di persone che sono in stretto contatto con i malati. È la storia di un processo di apprendimento collettivo.

La mostra fotografica che accompagna una serie di eventi informativi, ha lo scopo di attirare l‘attenzione e la consapevolezza verso le persone afflitte da demenza. La mostra è frutto di stretta collaborazione tra medici, personale sociosanitario, infermieri, parenti e amici che assistono persone dementi e mette insieme foto e testi realizzati per questa iniziativa. Attraverso questi si vuole invitare a soffermarsi, a discutere, rimuovere paure e portare lo spettatore a vedere la malattia da un altro punto di vista.

Per noi è fondamentale lasciare alle persone la loro dignità e metterle al centro dell‘attenzione. In questo modo abbiamo creato un potere tra l‘osservatore e l‘osservato.

Nel corso di questi mesi di lavoro abbiamo constatato quanto sia fondamentale la formazione e la presenza di personale qualificato, sia per l‘assistito che per i parenti e amici che seguono l‘ammalato. Persone con demenza oltre ad essere particolarmente sensibili, necessitano di cure amorevoli e di rispetto.

La mostra è stata possibile grazie all‘impegno dell‘associazione Alzheimer Südtirol Alto Adige ASAA, in collaborazione con l‘ufficio provinciale ospedali.

Manuela Tessaro

Die Demenzdiagnose meines Vaters und die Auseinandersetzung mit dieser Krankheit hat uns die Idee zu dieser Ausstellung geliefert.

Das Fotoprojekt, welches eine Reihe von Fachvorträgen umrahmt, verfolgt das Ziel, Aufmerksamkeit und Bewusstsein für Mensch mit einer demenziellen Erkrankungen zu schaffen. Dabei sollen Berührungsängste abgebaut und eine öffentliche Diskussion angeregt werden. Das Fotoprojekt umfasst Fotos und grafisch gestaltete Texte, welche in Zusammenarbeit mit Ärzten, mit professionellem Pflegepersonal, mit pflegenden Angehörigen und Freunden erarbeitet wurden.
Fotos und Texte sollen einladen hinzuschauen und zu verweilen, Verdrängtes zuzulassen, Einblicke zum Thema Demenz zu gewinnen und eventuell vorhandene Klischees zu sprengen.
Dabei ist es und wichtig, dass stets die Menschen und deren Würde im Vordergrund stehen. So kann eine emotionale Brücke zu den Betrachtenden entstehen.

Was wir im Laufe unserer Arbeit als wertvoll festgestellt haben, ist die Wichtigkeit der Ausbildung von qualifizierten Fachpersonal und die professionelle Betreuung und Begleitung von pflegenden Angehörigen. Demenziell erkrankte Menschen sind hochsensibel und brauchen bei der Pflege einen hohen Grad an Respekt und Zuwendung.

Ermöglicht wurde die Ausstellung durch dein Verein Alzheimer Südtirol Alto Adige ASAA in Zusammenarbeit mit dem Amt für Krankenhäuser der Südtiroler Landesverwaltung.

Einsichten und Erkenntnisse von Pflegenden

Wenn die gewohnten Worte und Sätze verlorengegangen sind, wenn die Welt nur noch aus verworrenen Erinnerungen, Gefühlen und Ängsten besteht, kann wortlose Sprache helfen, zu beruhigen und Sicherheit zu geben!

Julia Plattner
Sozialbetreuerin im geschützten Bereich für Menschen
mit Demenz im Altenheim.

Es ist ein langsames Abschiednehmen vom Alltag, von unseren Reisen, unseren Gesprächen und von den Gefühlen!

Renato Raffaelli
Ehemann von Gabriella. Er hat seine Frau zuhause gepflegt.

Mit einer an Demenz erkrankten Person zu interagieren ist wie in ein Kaleidoscop zu schauen: Manchmal sind die Bilder verwirrt, manchmal ein wenig bizarr oder beunruhigend, aber manchmal sind sie kleine Kunstwerke voller Licht und leuchtenden Farben, die das Herz berühren!

Ingrid Ruffini
Arbeitet als Ärztin in der Geriatrie im Krankenhaus Meran.

Demenz ist kein Unglück, aber es ist eine Herausforderung für alle Beteiligten. Wer betroffen ist, sollte sich nicht scheuen, früh genug professionelle Hilfe zu holen!

Evi Keifl
Ihre Mutter lebt seit mehreren Jahren mit der Diagnose Alzheimer.

Als wir beim Spazierengehen an seinem früheren Wohnhaus vorbeikamen, erkannte er es und er strahlte übers ganze Gesicht. Das war ein Augenblick der Freude!

Augusto Salgarello
Ein langjähriger Freund von ihm erkrankte an Alzheimer.

Einen an Alzheimer erkrankten Menschen zu pflegen braucht viel Kraft und Geduld. Man ist aber nicht allein. Es gibt die Alzheimer Gesellschaft und ein Team von Fachleuten, die in Gesprächen und telefonisch wichtige Hilfe leisten.

Marianne Tutzer
Sie hat ihren Mann Paul viele Jahre zuhause gepflegt.

Ich habe bemerkt, wie sehr Nähe und Berührungen für ihn wichtig sind, um sich in dieser ihm fremd gewordenen Welt ein wenig sicherer zu fühlen.

Anna Maria Larcher
Ausgebildete Krankenschwester,
betreut einen an Alzheimer erkrankten Mann.