Ein Angebot zum Austausch in der Gruppe hilft gegen die Isolation

 

Aus der Zeitschrift „Dolomiten” vom 26.03.2021

Viele Angehörige von Menschen mit Demenz fühlen sich derzeit isoliert und alleine gelassen. Sämtliche Probleme fallen dadurch noch stärker ins Gewicht.

Die Kontrollvisiten werden immer wieder verschoben; Besuche sind schwierig bis unmöglich, auch Kontakte mit Freunden und Verwandten sind nicht leicht zu organisieren. Aufgrund seiner vielen Telefonkontakte mit pflegenden Angehörigen, die sich bei ihm beklagen, stellt Präsident Seitz fest: „Das Fehlen von Leistungsangeboten bei der Tagesbetreuung und in der Kurzzeitpflege wird immer belastender für rund 8.000 betroffene Familien in ganz Südtirol. Also ist dringender Handlungsbedarf geboten.“ Gelegenheit zum Gespräch bieten nur die technischen Hilfsmittel, was immerhin als großer Vorteil gegenüber früheren Zeiten einzuschätzen wäre – aber den persönlichen Kontakt jedenfalls nicht ersetzen kann.

In dieser kritischen Zeit wollen die Koordinatorinnen des Vereins Alzheimer Südtirol Alto Adige ASAA dennoch eine Möglichkeit zum Austausch in der Gruppe bieten. Ein Anfangsversuch ist bereits gemacht worden und erfolgreich verlaufen. Deshalb soll nun für die deutschsprachige Gruppe in Bozen, die sich vor den Lockdown-Perioden gewöhnlich am letzten Montag im Monat getroffen hat, dieses Angebot auf der Zoom-Plattform wiederholt werden. Das hat den Vorteil, dass alle Interessent/innen sich bequem von zu Hause aus beteiligen können, also auch von außerhalb. Allerdings ist eine Internet-Verbindung Voraussetzung; auch ist es erforderlich, sich rechtzeitig bei der Mailadresse info@asaa.it vorzumerken, um den Zugangslink zu bekommen.

Vorgesehen ist das Online-Treffen für den Montag, 29. März, 17:00 bis 19:00 Uhr.

Es wäre schön, wenn der Kontakt wenigstens auf diese Weise wieder zustande kommen könnte. (ehm)