Im Bild, von der 3. Auflage des Kurses im Jahr 2020, von links nach rechts: Referentin Laura Turati, CEDOCS Präsident Franco Gaggia, Kursteilnehmerin Antonella Diano, Referentin Nicoletta Ferrari, Kursteilnehmerin Christa Frizzi, ASAA Präsident Ulrich Seitz

 

Die Zusammenarbeit zwischen der Weiterbildungsagentur CEDOCS und der Vereinigung Alzheimer Südtirol Alto Adige ASAA hat zur Verwirklichung des „Befähigungskurses für begleitende Tätigkeiten zugunsten Demenzkranker“ geführt, der beachtlichen Erfolg sowohl bei den Ergebnissen als auch bei der Zufriedenheit der Teilnehmer/innen erzielt hat.

 

Auf der Grundlage der konkreten Erfahrungen während der genannten Kurse und der Hinweise für Veränderungen und Verbesserungen, die die Teilnehmer/innen in der abschließenden Bewertung beider Kurse anführten, ist das Projekt tiefgreifend überarbeitet und neu aufgelegt worden.

Für die Neuauflage des Kurses von CEDOCS und ASAA sind die Inhalte der Betreuung von an Demenz leidenden Personen noch stärker hervorgehoben worden.

Das Projekt ermöglicht also Personen, die als Betreuer/innen arbeiten, ihr professionelles Berufsbild durch den psychologisch-kulturellen Aspekt und den aktiven Gebrauch der gemeinsamen Zeit zu vervollständigen, wodurch das Bildungsangebot, das bisher vor allem auf die Betreuungstätigkeit zuhause und die krankenpflegerischen Aspekte ausgerichtet war, ergänzt wird.
Aber der Kurs steht auch für Angehörige Demenzkranker offen, um ihnen Mittel in die Hand zu geben, die sie befähigen, ihre kranken Familienmitglieder mit mehr Erfolg und weniger Stress- Aufwand zu unterstützen.

Im Fokus des Weiterbildungsprojekts stehen also die Beziehungsaspekte und die aktive Nutzung der Zeit für die Senioren, wobei man auf der Basis ihrer Biografie auf Verhaltensweisen, Initiativen und Anregungen setzt, die ihr Interesse und ihre soziale Anteilnahme an ihrer Umwelt nachhaltig bewahren helfen. Damit wird der Melancholie und dem Gefühl der Isolation vorgebeugt, die nicht nur bei Senioren zu einem raschen geistigen und körperlichen Verfall führen.

 

Vorgesehene Teilnehmerzahl: 12
Einschreibegebühr: € 80,00/pro Person
Teilnahmegebühr für Angehörige: € 30,00/pro Person

Unterrichtstage und Stunden

Freitag, 15.00 – 19.00 Uhr
Samstag, 09.00 – 13.00 Uhr

Anfangsdatum: 14.Mai 2021
Enddatum: 26.Juni 2021

 

Hier mehr Dettails

Sehr geehrtes, liebes Mitglied,

der Vorstand von Alzheimer Südtirol Alto Adige EO lädt alle Mitglieder sehr herzlich zur Vollversammlung ein, welche in erster Einberufung, am Freitag, den 26.03.2021 um 7.00 Uhr

und in zweiter Einberufung am Freitag, den 26.03.2021 um 16.30 Uhr, Corona-bedingt in Form einer Videokonferenz auf der Zoom-Plattform mittels folgender Verbindung

Zoom-Meeting beitreten

stattfinden wird.

Sie müssen am 26.3. 2021 nur den Link anklicken und nehmen dann teil. Es muss kein eigenes Programm installiert werden. Wie man Zoom bedient, erklärt die Anlage.

Es wird folgende Tagesordnung behandelt:

  1. Begrüßung und Eröffnung der Versammlung durch den amtierenden Präsidenten Ulrich Seitz und die Vize-Präsidentin Edith Moroder;
  2. Verlesung und Genehmigung des Tätigkeitsberichts 2020 (Helmuth Ohnewein);
  3. Finanzbericht und Genehmigung der Jahresabschlussrechnung 2020 (Helmuth Ohnewein);
  4. Tätigkeitsvorschau 2021 und Genehmigung des Haushaltvoranschlages 2021;
  5. Reform des Dritten Sektors: Entscheidungen für die Anpassung gemäß Vorgaben des Kodex des Dritten Sektors;
  6. Austausch mit den Mitgliedern: Was wird in Corona Zeiten besonders gebraucht?
  7. Bericht und Entscheidung im Hinblick auf die Errichtung der Stiftung „Haus Inge“ in Margreid
  8. Nächste wichtige Termine;
  9. Lebensqualität zu Hause: Kurzvortrag (25 Minuten) durch die Arche im KVW mit den Referenten Otto von Dellemann, Michael Salvelli und Leonhard Resch;
  10. Allfälliges.

Bei dieser Gelegenheit sei für Ihre Treue gedankt!

 

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie auch unter diesen außergewöhnlichen Umständen Zeit fänden, sich mit uns zu verbinden und bei dieser wichtigen Einberufung anwesend zu sein. Wir benötigen die Unterstützung unserer Mitglieder!

In der Vorfreude, Sie begrüßen zu dürfen, verbleiben wir in Erwartung Ihrer Zusage innerhalb 25.03.2021 an info@asaa.it

mit freundlichen Grüßen

Präsident Dr. Ulrich Seitz
mit dem gesamten Vorstand von Alzheimer Südtirol Alto Adige

Brief bzw. Mail von Frau Dr. Höllmüller
(Sozialfachschule Hannah Arendt)

„Sehr geehrter Herr Seitz,

ich weiß nicht, ob Sie sich an mich erinnern können. Mein Name lautet Renate Höllmüller und ich unterrichte D / GK an der Sozialfachschule Hannah Arendt, ich  habe vor ein paar Jahren gemeinsam mit meiner damalige Klasse einen Vortrag bei Ihnen besucht.

Ihre Homepage, bzw. Ihr Verein ist fixer Bestandteil meines Unterrichts geworden und ich möchte Ihnen nicht vorenthalten, was meine Studierenden an Feedback zu Ihrer Arbeit abgegeben  haben.“

Lesen Sie selbst:

  • Ich finde mich gut auf der Homepage zurecht, sie ist gut strukturiert, ordentlich, anregend, ansprechend und ich kann sie nur weiterempfehlen, außerdem vermittelt sie den Besucher*innen schon beim Einstieg um was es geht und sie hat eine gute Menüübersicht. […] Wer nützliche Informationen zum Thema Alzheimer sucht findet hier einiges: Erklärungen, Selbsthilfegruppen, Bücherlisten, nützliche Links, Projekte usw.
  • Das Hauptziel dieser Seite ist alles rund um das Thema: Demenz-Alzheimer in Südtirol. Ich denke, dass eine Website nicht aufgrund eines schönen Designs, sondern wegen des Inhaltes angeklickt wird –hier finde ich aber, dass dem Verein mit ihrer Homepage beides gleichermaßen gut gelungen ist. Sie ist gut strukturiert und passend gestaltet. Die grafische Gestaltungwirkt für mich ansprechend und einladend. Die Inhalte finde ich, wie bereits erwähnt, sehr qualitätsvoll, interessant und aktuell. […]Besonders empfehlenswert zum Lesen, ist für mich der Sprachleitfaden „Demenz“, welcher zum Download zur Verfügung gestellt wird, aber auch den gesamten Bereich Alzheimer mit all seinen Teilbereichen, die Film- und Buchtipps, Kursangebote, Testimonials und das kostenlose Serviceangebot für Trauernde (Corona-Pandemie und Trauer) mit Übungen finde ich nennen- und höchst lobenswert. Die Seite war mir – leider – bis jetzt nicht bekannt, hat mich aber mit Sicherheit, als zukünftige, regelmäßige Besucher- und Leserin gewonnen.
  • Am wertvollsten ist diese Homepage meines Erachtens für Angehörige von an Alzheimer/Demenz erkrankten Personen, dies ist sicherlich die Hauptzielgruppe dieser Homepage. Die Krankheit wird von den ersten Symptomen bis hin zum Endstadium in all ihren Facetten beschrieben.  Die Beschreibung ist klar und einfach, auch für „Laien“ gut verständlich. Es werden liebevolle, kleinste Details, Tipps und Ratschläge weitergegeben, alle möglichen Probleme werden angesprochen und zu jedem Thema sind die nötigen Kontaktadressen angegeben. Die persönlichen Erfahrungsberichte, die Therapie- und Unterstützungsmöglichkeiten (auch in rechtlicher und finanzieller Hinsicht) sowie die verschiedenen Projekte und Angebote wirken sehr unterstützend und motivierend auf den Leser.
  • Diese Homepage lässt mich an meinen Opa denken……an die Zeit damals …. als Alzheimer noch mit dem schrecklichen Wort „Gehirnerweichung“ beschrieben wurde. Damals, als alle Angehörigen allein gelassen wurden mit ihren Erkrankten und mit ihrer Unwissenheit. Damals, als mein Opa im Endstadium im Krankenhaus an Händen, Füssen und Bauch angebunden wurde und ich das als Kind nicht ertragen konnte. Hätte es doch damals schon diese Homepage gegeben.
  • Es ist schön, dass es diese Homepage gibt und es ist schön, dass Alzheimer Erkrankte, ihre Angehörigen und alle auf irgendeine Weise Beteiligten eine respektvolle, liebevolle und unterstützende Begleitung erleben dürfen.
  • Sie hat mir sehr gut gefallen
  • Die Sprache kann ich als Ladinerin sehr gut verstehen und beim Lesen tue ich mich nicht sehr schwer den Kontext zu verstehen. Man kann die deutsche sowie die italienische Sprache auswählen.
  • Den Bereich Projekte fand ich persönlich für mich besonders interessant, da hier aufgezeigt wird, was eigentlich alles zum Thema Alzheimer auch im kreativen Sinn gemacht wird. Alzheimer wird nicht nur aus medizinischer und zwischenmenschlicher Sicht aufgegriffen, sondern auch die Kunst beschäftigt sich damit und will die Problematik dieser immer häufiger vorkommende Krankheit so noch effizienter, ausdrucksstark und wirkungsvoll der Bevölkerung näher bringen.
    Das Theaterprojekt „Im Treibsand loslassen“ war eines von den vielen Projekten und hat mich ganz besonders fasziniert.
  • Diese Homepage über Alzheimer finde ich voller Informationen, die wichtig sind. Will man sich näher informieren, ist das die richtige Homepage!

Und so geht es weiter, alle meine Studierenden waren ziemlich beeindruckt von Ihrer Arbeit und werden sie sicherlich im späteren Berufsleben weiterhin als Informationsquelle oder als Anlaufstelle für Ihre zukünftigen Betreuten weiterempfehlen.
 
Ich dachte mir, Sie sollten das wissen!
Mit freundlichen Grüßen

Renate Höllmüller
LFS Hannah Arendt
Außenstelle Brixen

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Corona Pandemie fällt schwer ins Gewicht. Die Verunsicherung ist bei vielen Familien besonders groß, auch weil seit Monaten wichtige Leistungen im Gesundheits- und Sozialbereich nicht mehr zugänglich sind, und viele Aktivitäten eingeschränkt oder sogar eingestellt wurden.
Nichtsdestotrotz laufen die Arbeiten in der Mitgliederbetreuung sowie bei den pflegenden Angehörigen bei der Alzheimervereinigung Südtirol ASAA auf Hochtouren.
So wurden unlängst viele ursprünglich als Präsenzveranstaltungen angedachte Angebote kurzfristig als Online-Events aufbereitet und stehen nun den Interessierten kostenlos zur Verfügung. Konkret werden neben den Beratungen über die Kampagne  „#Wir gemeinsam – langsam zurück in die Normalität“ mit den Psychologen Michele Piccolin und Alice Panicciari (Anmeldungen über Grüne Nummer 800660561), nun erstmals Begegnungen mit den beiden diplomierten Validationslehrerinnen Anna Fink und Alexandra Kaiser, die schon jahrelange Erfahrung mit Demenzkranken aufweisen, ins Programm genommen. Validation mag zwar abstrakt klingen, ist aber mit einem einfachen Konzept verbunden: Im Vordergrund steht die echte und tiefe Wertschätzung des Erkrankten, indem seine Gefühle und Gemütszustände nicht als Hirngespinste, sondern als Realität wahrgenommen werden. Gemäß dem Validationsprinzip gilt es den Wunsch nun zu akzeptieren anstatt sich gegen ihn aufzulehnen. Wichtig ist es, die Gefühlslage nicht ins Lächerliche zu ziehen. Der Betroffene mag zwar in seiner eigenen Welt leben, seine Gefühle jedoch sind real. In der Theorie klingt Validation zwar simpel, in der Praxis sieht dies aber leider anders aus. Fällt es dem Angehörigen schwer, die Emotionen des Patienten zu akzeptieren, braucht es die Unterstützung eines erfahrenen Pflegeberaters. Eine professionelle Aufklärung über Demenz und wertvolle praktische Tipps zum richtigen Umgang mit Betroffenen sind für einen liebevollen Umgang unerlässlich.
Die ersten Termine für diesen wertvollen Austausch sind für den 23.2.2021 und den 4.3.2021, jeweils von 18 Uhr bis 20 Uhr geplant.
Einschreibungen sind ab sofort über info@asaa.it möglich. Sie erhalten dann zeitnah den entsprechenden Zoom-Link um einfach und sicher bei diesen wichtigen Treffen dabei sein zu können.

Ältere, kranke Menschen sollten sich besonders jetzt auf positive Themen konzentrieren können, die nicht mit den unangenehmen Ereignissen um den Virus zusammenhängen (wie die Zunahme der Ansteckungen, der Todesopfer usw.) und dabei unterstützt werden, zur alltäglichen Routine und zu den Interessen  zurück zu finden, denen sie noch nachgehen können. Außerdem ist es von grundlegender Bedeutung, ihnen zu helfen, korrekte Verhaltensweisen zum Schutz der eigenen Gesundheit einzuhalten. Davon ist man in der Alzheimervereinigung überzeugt.
Zudem kann es nützlich sein, die Senioren zu Tätigkeiten anzuregen, die ihnen sonst immer mehr abhanden kämen; dazu ist ihnen entsprechende Zeit zu widmen, damit sie sich selbst nützlich und wichtig fühlen können.
Auch das Thema der Trauer und des Lebensendes verdient einen Hinweis: ein Anliegen, das die Senioren oft im Gespräch mit uns äußern in dieser Zeit der Unsicherheit sowie Instabilität, betont Seitz.
Ältere Menschen haben nämlich das Bedürfnis, von ihrer eigenen Auffassung vom Leben und seinem Ende zu sprechen, um dessen Ablauf aufzuarbeiten und den früheren oder vor Kurzem erlebten  Verlusten eine Bedeutung zu verleihen. Angehörigen kann es Schwierigkeiten bereiten, solche Themen mit den eigenen Lieben anzugehen, aber eine offene, dialogbereite, aufgeschlossene Haltung des Zuhörens kann ihnen dabei behilflich sein.
Weitere fixe Bestandteile der Sensibilisierung sind die regelmäßigen Fallbesprechungen mit praktischen Hilfestellung. Eine Unterstützung ist hierbei unter anderem die fix etablierte „Sentemente-Gruppe“, immer mittwochs um 17 Uhr mit Expertin Anna Gaburri. Von großer Bedeutung ist des Weiteren, das „Screening“ von Menschen, die an Verhaltensstörungen leiden, und mit welchem ein spezifischer „Support“ für den familiären Kontext aufgezeigt wird. Auch hier ist der Zugang unkompliziert und zeitnah, da die Vereinigung auf die zeitlichen Bedürfnisse Hilfesuchender eingehen kann.
Auch hierfür gilt die Vormerkung über info@asaa.it

Die Stärkung der Lebensqualität zuhause ist und bleibt der Schwerpunkt unserer Bemühungen, erinnern die Vorstandsvorsitzenden Ulrich Seitz und Edith Moroder. So freut man sich bei ASAA über die bevorstehende 4. Auflage des Befähigungskurses für begleitenden Aktivitäten zugunsten Demenzkranker ab 16.4.2021 in Bozen, der an pflegende Angehörige und ausländische Hilfskräfte gerichtet ist. Hierbei wird zum wiederholten Male in Bozen in 60 spannenden Unterrichtsstunden sehr vieles gelehrt, was man im Umgang mit Alzheimerpatienten wissen sollte. Erstmals wird heuer im Frühjahr (Ende März Beginn) eine solche Fortbildung auch in Meran garantiert.
Einschreibungen für beide Kurse sei es in Bozen und Meran  sind ab sofort unter info@asaa.it möglich.

Schließlich stehen noch 2 spannende Online-Konferenzen an, welche die Alzheimervereinigung Südtirol ASAA mit der „Arche im KVW“ konzipiert hat. Am 9.2.2021 in deutscher Sprache und am 9.3.2021 in italienischer Sprache werden jeweils um 17 Uhr wertvolle Tipps zum sicheren Wohnen mit Demenz und worauf im Generationengerechten Wohnen zu achten ist, erteilt.
Einschreibungen sind ab sofort über info@asaa.it möglich. Sie erhalten dann zeitnah den entsprechenden Zoom-Link um einfach und sicher bei diesen wichtigen Treffen dabei sein zu können.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen sich jederzeit über die Grüne Nummer 800660561 im Hinblick auf die unterschiedlichen Veranstaltungen und Hilfsleistungen, die den rund 13.000 Betroffenen im Lande zugutekommen sollen, zu informieren.

 

Viele, liebe Grüße

Ulrich Seitz
Präsident

 

Anna Gaburri, die inzwischen vielen bekannte Sente-Mente-Begleiterin, lädt wieder zum Treffen ein, und zwar ganz regelkonform via Zoom:
ab 13.1. 21
jeden Mittwoch,

von 17 bis 19 Uhr.

 

Handlungsappel – Cannabis Social Club

Programm Tagung – Cannabis Social Club

Cannabis medica, appello ai politici: si deve fare di più

 

Zeitungsartikel aus der „Zett“ vom 13. Dezember 2020

Hier das Dokument zum Herunterladen

 

Zeitungsartikel aus der „Dolomiten“ vom 14. Dezember 2020

Hier das Dokument zum Herunterladen

An den bevorstehenden 2 Dienstagen, sprich dem 24.11. und 01.12, in der Zeitspanne zwischen 17 Uhr und 18 Uhr, organisiert die Alzheimervereinigung Südtirol ASAA zwei spannende Referate zur „geistigen Fitness“ und zur „Verbesserung des Lebensstils“.

Die beiden Infonachmittage werden als Zoom-Konferenzen angeboten und sind sehr praktisch ausgerichtet.

Die Idee dazu ist das Ergebnis einer äußerst fruchtbringenden Zusammenarbeit zwischen der Südtiroler Alzheimervereinigung ASAA und der Bildungsorganisation CEDOCS. Beide Organisationen arbeiten seit nunmehr einiger Zeit intensiv auf dem Gebiet der konkreten Hilfestellungen für Familien, die mit dem Thema „Demenz“ konfrontiert sind, zusammen

ASAA Präsident Ulrich Seitz unterstrich in seinen Ausführungen, dass Angehörige von Patienten mit Demenzerkrankungen einer Vielzahl von Problemen ausgesetzt sind. Die Betreuung eines demenzkranken Patienten ist in den meisten Fällen außerordentlich belastend und führt, wie aus zahlreichen Untersuchungen/Erfahrungsberichten in der Selbsthilfe, gerade auch in Südtirol offensichtlich ist, zu psychischen, in erster Linie depressiven Störungen, körperlichen Problemen und einer verminderten Lebensqualität. Beispielsweise treten bei 30 % der Angehörigen depressive Symptome auf. Weit mehr als die Beeinträchtigungen von Konzentration und Gedächtnis tragen dabei die ausgeprägten Veränderungen des Verhaltens der Patienten zur Überforderung der Angehörigen bei. Seitz erinnert, dass der Umgang mit den Persönlichkeitsveränderungen der Patienten ausgesprochen belastend ist. Immer öfters sind Patienten sogar noch in einem relativ jungen Alter und bei Diagnosestellung noch berufstätig. Das verschlimmert die Situation noch zusätzlich.

Im Rahmen der Themennachmittage referiert Giuseppe Alfredo Iannoccari  von der Uniklinik Mailand, Fachrichtung Humanmedizin.

Iannoccari behandelt die Prävention mit geistiger Gymnastik. Er erörtert in seinen Untersuchungen konkret Folgendesdas Leben verändert sich ständig, aber es gibt auch ständiges Wachstum – wenn wir es rechtzeitig unterstützen! Ab 50 Jahren beginnen die „Altersgebrechen“; auch die Sprechfähigkeit wird alle 5 Jahre geringer. Dagegen lässt sich aber etwas tun: Was man nicht verwendet, verliert man. Neue Aufgaben dürfen nicht Rückzug hervorrufen, sondern sollen Neugier anfachen. Die Hirn-Plastizität lässt sich durch Training in 12 Sitzungen verbessern; damit ist wirksam Zeit zu gewinnen – auch bei beginnender Beeinträchtigung: Selbsteffizienz – Motivation – Selbstwertgefühl werden unterstützt. Empfohlene, nützliche alltägliche Übungen sind hierbei:

1. Nachrichten verstehen und mindestens 3 Personen weitererzählen;

2. für gewohnte Tätigkeiten die weniger geübte Hand verwenden;

3. mehrere Tage lang für 10 Minuten alle Wörter aufschreiben, die mit demselben Buchstaben beginnen;

4. wenigstens 40 Minuten lang Konzentrationsspiele machen;

5. jeden Abend vor dem Einschlafen den Tag in Details überdenken.

Zudem richtet Experte Iannoccari seine Recherchen spezifisch auf den kognitiven Verfall aus und verfolgt den Fokus, damit Durchblutungsstörungen im Gehirn rechtzeitig erkannt werden.

Er sagt: Wir unterliegen einem programmierten Mechanismus, der zwar verlängert werden kann (inzwischen sind 65 Jahre nicht mehr die Schwelle zum Alter, sondern 75 Jahre!), aber nicht unendlich

Der kognitive Verfall hat zwei Komponenten: eine degenerative (gegen die man wenig tun kann) und eine vaskuläre (die heute gut behandelbar ist). Daher sind die Risikofaktoren unbedingt zu beachten: Bluthochdruck, Rauchen, Diabetes, Alkoholkonsum, Cholesterin, Herzrhythmusstörungen, Übergewicht  – Bei Verdacht also genaue Diagnose beantragen – Prävention ist deswegen lebenswichtig!

Angehörige von Menschen mit Demenz sollten ihre Kompetenzen stärken, sich einerseits Wissen über die Krankheit aneignen, andererseits auch über ihre Sorgen und Probleme sprechen, sich Rat und Hilfe organisieren, nachfragen und handeln. Es ist erwiesen, dass das Wissen um die Krankheit mit allem was sie mit sich bringt bei der Betreuung der Betroffenen hilft und man ihre veränderten Verhaltensweisen besser verstehen kann.

Alle Interessieren sind herzlich zu diesen beiden Terminen eingeladen. Die entsprechenden Links kann man über info@asaa.it, beantragen.

„Demenz – wir müssen reden!“ lautet das Motto für den Welt-Alzheimer-Tag 2020. Das fordert die Vereinigung ASAA- Alzheimer Südtirol Alto Adige schon lange – und sie macht es vor.

Seit dem 9. Juni 2020 gilt in Südtirol:

Mund-Nasenschutz muss man nur mehr unter einer Entfernung von einem Meter tragen, Duschen und Umkleiden in Fitnessstudios und Sporteinrichtungen dürfen genutzt werden, ebenso Saunas, türkische Bäder und Kneippanlagen – dies sind nur einige der Neuerungen an der Anlage A zum Landesgesetz vom 4. Mai 2020, die die Landesregierung heute (9. Juni) der Neustart-Phase entsprechend angepasst hat. Neben neuen Verhaltensregeln enthält die Anlage auch Schutzmaßnahmen für Sommercamps für Kinder und Jugendliche, für Messen, Pferderennen, die Mobilität und die Covid-Protected-Area in den Gastbetrieben. Sämtliche Änderungen treten morgen (10. Juni) in Kraft.

Neue Freiheiten, aber Gesundheitsschutz weiter ernst nehmen
Die Rate der Ansteckungen mit dem Coronavirus ist in den vergangenen Wochen immer mehr zurückgegangen. Die Landesregierung hat aufgrund dieser positiven Entwicklung generell entschieden, dass es keine allgemeine Pflicht zum Tragen eines Schutzes der Atemwege mehr gibt, außer wenn der Anstand von einem Meter zwischen Personen nicht stabil eingehalten werden kann. Die Abstandsregel von einem Meter gilt im Freien und in geschlossenen Räumen und für alle Bereiche.

Allgemeine Verhaltensregeln und Regeln für die Wirtschaft
In der Anlage A zum Landesgesetz ist nun ausdrücklich festgehalten, dass es keine allgemeine Pflicht zum Tragen eines Schutzes der Atemwege gibt, außer wenn der Abstand zwischen nicht zusammenlebenden Personen unter einem Metern liegt. Für den Sport im Freien gilt in Zukunft auch ein Ein-Meter-Abstand (bisher drei Meter). Als Mund-Nasen-Schutz können einfache chirurgische Masken verwendet werden sowie waschbare (auch selbst gemachte) Bedeckungen aus Stoff, was nochmals eigens angeführt ist.

Für die Wirtschaftsaktivitäten ist spezifiziert, dass die 1/10 Regel – also dass pro Person mindestens zehn Quadratmeter Fläche bereitstehen müssen – nicht in Räumen mit einer Fläche unter 50 Quadratmetern gilt.

Unterwegs im Auto und in den öffentlichen Verkehrsmitteln
Ausdrücklich geregelt werden die Fahrten im privaten Pkw: Die Mindestabstände von einem Meter bei Fahrten innerhalb Südtirols können unterschritten werden, wenn alle Insassen einen Schutz der Atemwege tragen. Leben alle im Fahrzeug mitfahrenden zusammen, braucht es den Mund-Nasen-Schutz nicht.

Für die öffentlichen Verkehrsmittel wird die bisherige Begrenzung der Transportkapazität (in Bussen z.B.: 60 Prozent und in Seilbahnen 2/3) aufgehoben. Fahrgäste, die sich gegenübersitzen, müssen einen Meter Abstand voneinander halten. Sitzen sie in derselben Fahrtrichtung und nebeneinander kann der Abstand von einem Meter unterschritten werden. In der Praxis bedeutet dies, dass sämtliche Sitzplätze belegt werden können. Mund-Nasenschutz in den Öffis ist weiter Pflicht.

Regeln für Beherbergungsbetriebe und „Covid-Protected-Area“ vereinfacht
Für alle Beherbergungsbetriebe vom Hotel bis zum Urlaub auf dem Bauernhof gilt die 1/10 Regel, also dass pro Person mindestens zehn Quadratmeter Fläche bereitstehen müssen. Vor und nach dem Lesen von für Gäste aufliegenden Zeitungen und Zeitschriften oder dem Nutzen von Spielen (z.B. Karten) müssen die Hände desinfiziert werden.

Schutzhütten dürfen im Fall von Gefahr jedenfalls Unterkunft und Schutz bieten. Dabei müssen sie ein eigenes Protokoll des Sanitätsbetriebes anwenden.

Bei der Beherbergung näher spezifiziert wird die Covid-Protected-Area. Voraussetzung für solche Bereiche sind die tägliche Laser-Temperaturmessung für alle Mitarbeiter und wöchentliche Covid-Tests für alle Mitarbeiter gemäß Protokoll des Sanitätsbetriebs. Die Gäste und Kunden weisen beim Check-In einen zertifizierten, negativen PCR-Test vor, dessen Ergebnis nicht älter als vier Tage ist oder erbringen eine zertifizierten Nachweis einer Antikörper-Entwicklung oder machen bei Ankunft einen Test gemäß Protokoll des Sanitätsbetriebs. Alle Anwesenden müssen erfasst werden und die entsprechende Liste ist für 30 Tage aufzubewahren. Für den Fall, dass in einem Hotel lückenlos alle Gäste und Mitarbeiter getestet werden, kann von mehreren Beschränkungen abgesehen werden. Beispielsweise fallen die Auflagen in den Speisesälen oder an der Selbstbedienung am Buffet, wie auch die Einschränkungen in Hallenbädern und Saunen, nicht aber die allgemeinen Abstandsregeln. Ebenso geregelt wird der Umgang im Verdachtsfall im Rahmen eines Protokolls, dass vom Sanitätsbetrieb genehmigt wird.

Duschen und Umkleiden können wieder genutzt werden
Umkleiden und Duschen in Fitnessstudios oder Sporträumen, in Beherbergungsbetrieben, Schwimmbädern (drinnen und draußen) sowie für Wellness- und Thermalzentren können genutzt werden. Allerdings müssen die Personen voneinander einen Abstand von einem Meter einhalten. In Umkleideräumen können nicht mehr als doppelt so viele Personen sein, wie es Duschplätze gibt; bei nur einer Dusche oder kleinen Räumen bis zu 20 Quadratmeter dürfen sich bis zu drei Personen dort aufhalten. Für die Umkleideräume öffentlicher Schwimmbäder gilt die 1/10 Regel. Garderobenschränke müssen nach jedem Gebrauch desinfiziert werden, ebenso die Duschen. Die Anwesenheit der Personen muss aus Sicherheitsgründen dokumentiert werden.

Hallenbäder, Naturbadeteiche und Wellnessanlagen wieder offen
Hallenbäder (öffentliche und jene der Beherbergungsbetriebe), Naturbadeteiche und Thermalanlagen können öffnen. Für alle Schwimmbäder und Thermalanlagen wird ein spezifischer Chlorgehalt vorgeschrieben. Im Wasser gilt der Ein-Meter-Abstand. In betreibergeführten Naturbadeteichen darf auch gebadet werden, allerdings muss für regelmäßige Wasserkontrollen gesorgt werden. Dort gilt ein Mindestabstand von einem Meter und die 1/10 Regel, um eine zu hohe Personendichte zu vermeiden. In freien Badeseen gilt ebenso der Abstand von einem Meter im Wasser und auf den Liegeplätzen. Kinderbecken mit Chlorwasser können wieder geöffnet werden.

Ebenso öffnen können Saunen (von mindestens 60 Grad), Dampfbäder und Kneippanlagen. Allerdings können sie nur auf Vormerkung genutzt werden, und zwar nur einzeln, oder gleichzeitig von Personen desselben Haushalts oder desselben Hotelzimmers. Saunas und Dampfbäder müssen nach jeder Benutzung gereinigt werden. Die Anwesenheit der Personen muss aus Sicherheitsgründen dokumentiert werden. Die Dokumentation muss 30 Tage aufbewahrt werden.

Sommercamps können stattfinden
Sommerferienwochen mit Jugendlichen samt Übernachtung können abgehalten werden, sofern alle Teilnehmer, sowohl Jugendliche als auch Betreuer getestet werden (zertifizierter negativer PCR-Test), täglich die Körpertemperatur gemessen wird und die jeweilige Gruppe ohne Außenkontakte, also geschlossen, bleibt. Dies gilt für Sommerferienwochen mit Jugendlichen in Selbstversorgerhütten, Bildungshäusern und Zeltlagern.

Bühnen- und Filmproben 
Mit der Anlage geregelt werden auch die Proben auf Bühnen und Filmsets: Alle Akteure und Gruppenmitglieder können für die unbedingt notwendige Zeit von der Abstandsregelungabweichen und Körperkontakt haben, sofern bei ihnen täglich Fieber gemessen wird sowie vor und nach dem Kontakt die Hände desinfiziert werden. Bei Sprech- und Singproben wird ein Gesichtsvisier verwendet, wenn die Abstände nicht eingehalten werden können.

Events, Veranstaltungen, Messen und Ausstellungen möglich
Die Anlage A übernimmt den Wortlaut der mit Dringlichkeitsmaßnahme Nr. 29 des Landeshauptmanns vom 6. Juni festgelegten Öffnung für Veranstaltungen.

Messen und Ausstellungen können wieder stattfinden. Es gelten die Zugangsbeschränkungen durch die 1/10 Regeln und die allgemeinen Abstandsregeln. Bei allen Besuchern und beim Personal ist vor dem Einlass die Temperaturmessung Pflicht.

Pferderennen und Aktivitäten der Sportvereine
Weitere Änderungen betreffend Pferderennen und Pferderennplätze, für die auf die staatlichen Sicherheitsprotokolle verwiesen wird.

Zu den zulässigen sportlichen Aktivitäten gehören sämtliche Aktivitäten des Breitensports im Freien und jene, die von Sportvereinen im Freien ausgeübt werden, und die jedenfalls nicht in Form von Mannschaftsspielen betrieben werden. Dabei muss ein Abstand von einem Metern zwischen den Personen eingehalten und ansonsten Mund-Nasenschutzgetragen werden. Für Mannschaftsspiele finden die staatlichen Sicherheitsprotokolle Anwendung.

Kinderbetreuung: Chirurgische Maske genügt
Die Abstandsregel von einem Meter gilt auch für die Kinderbetreuungen, Überall dort, wo bisher FFP2-Masken vorgesehen waren (z.B. bei Betreuerinnen), genügt künftig die chirurgische Maske.