Artikel aus „auser“ deM Verein für aktives Altern

Ein Bericht von Dr. Ulrich Seitz zum Thema „Neue Herausforderungen im Ehrenamt“

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5 x 5: Weltseniorentag im Zeichen der Kultur

1. Oktober: Die fünf Meraner Seniorenwohnheime und fünf Kulturträger bieten einen neuen Blick auf die Stadt

Einen etwas anderen Blick auf Meran bieten die fünf Meraner Seniorenwohnheime am Tag der Senioren, Dienstag, 1. Oktober, gemeinsam mit fünf städtischen Kulturorganisationen. Unter dem Motto „5 x 5“ sollen Meranerinnen und Meraner aller Altersstufen ihre Stadt aus einem neuen Blick sehen – jenem von alten Menschen.

Zum diesjährigen Tag der Senioren am 1. Oktober haben sich Kultur und Soziales in Meran kurzgeschlossen, um die Bürgerinnen und Bürger nicht nur auf die Arbeit der Meraner Seniorenwohnheime aufmerksam zu machen, sondern sie grundsätzlich für das zentrale Thema des Alterns und eine seniorengerechte Stadt zu sensibilisieren. So sind den ganzen Nachmittag über und auch am Abend fünf Kulturinitiativen geplant, die die Meranerinnen und Meraner dazu auffordern, ihre Stadt mit neuen Augen zu sehen. Alten.

Auf dem „5 x 5“ Programm stehen ein geführter Stadtspaziergang und Filmvorführungen, eine Schreibwerkstatt und Literaturveranstaltungen, die allesamt das Leben im Alter thematisieren und verschiedene Zugänge dazu bieten. Die Aktion ins Leben gerufen haben die fünf Seniorenwohnheime der Passerstadt – Eden, Pitsch, Martinsbrunn, Villa Carolina und Bethanien – gemeinsam mit Kunst Meran, dem Frauenmuseum, dem ost west club, Mariania857 sowie dem Filmclub.

Zielgruppe der „5 x 5“-Events sind Meranerinnen und Meraner aller Altersstufen und Sprachgruppen, die Teilnahme an den Initiativen ist kostenlos. „5 x 5“ bleibt dabei aber nicht die einzige Initiative der Seniorenwohnheime zum Tag der Senioren. Wie gewohnt bieten die Heime auch eigene Programme für die Bewohner, mit denen dieser ganz besondere Tag Jahr für Jahr gefeiert wird.

Wieder viel los bei ASAA: Ein üppiges Herbstprogramm mit Vorträgen, Seminaren und Kursen

Die internationalen Bedenk- und Aktionstage im Spätsommer – Welt-Alzheimertag 21.9. und Tag der Senioren 1.10.

– widmet die UNO schon seit den 1990er Jahren den älteren Menschen, und 2012 hat eine eigene Kampagne den ganzen September zum Alzheimer-Monat erklärt, um das Bewusstsein zum Thema Demenz zu verstärken und die landläufige Vorstellung davon zurecht zu rücken. Jedes Jahr wird dazu ein eigenes Motto ausgegeben. Für 2019 lautet es: „Demenz. Einander offen begegnen“ – ein Anliegen, das die Vereinigung ASAA – Alzheimer Südtirol Alto Adige seit jeher entschieden vertritt. Entsprechend rüstet sie sich für die anstehenden Initiativen.

Nicht nur am Bozner Hauptsitz,

sondern auch in den Außenstellen richtet sich die Aufmerksamkeit diesmal vor allem auf den angemessenen Umgang mit der Krankheit. Für den 19. September organisiert die neue Selbsthilfegruppe „Demenzfreundlicher Vinschgau“ einen Vortrag zum Thema „Bedürfnisse – von Personen, die von Demenz betroffen sind“ (Bürgerheim Schlanders, ab 19.30 Uhr). Die Referentin Benedikta Fischnaller geht dabei besonders auf die Fähigkeiten ein, die den Kranken noch lang erhalten bleiben und bei angemessener Begleitung Halt und Orientierung geben können.

In Bozen findet am 29. September ein zweisprachiger Infoabend

zum Projekt „Sente-Mente“ statt, das von der engagierten Udineser Sozialassistentin Letizia Espanoli 2014 gegründet und bereits in vielen Städten im In- und Ausland bekanntgemacht wurde (Kolpinghaus, 18 Uhr). Ständig mit Vorträgen und Kursen unterwegs, kommt Espanoli selbst diesmal nach Bozen, um ihr neues Betreuungsmodell vorzustellen. Darin geht es um erlernbare Ansätze, durch die Betroffene besser mit der Krankheit leben und Betreuer/innen besser damit umgehen können. Im Mittelpunkt stehen die Aufwertung der persönlichen Eigenschaften und Fähigkeiten und deren einfühlsame, positive Unterstützung. Eigens dazu ausgebildete Mitarbeiterinnen gibt es auch bereits in Südtirol; einige von ihnen wollen sich am 3. November beim New-York-Marathon der „Run-for-Life“-Initiative anschließen, die der Champion Alfred Monsorno mit seinen Söhnen im Namen von ASAA bestreitet. Kurse nach dem Sente-Mente- Modell wird ASAA ab Oktober in der Privatklinik St.Anna in Meran anbieten (Start 11.10., jeweils freitags ab 15 Uhr).

Zum Welt-Seniorentag 1.Oktober

findet ebenfalls in Bozen, bei EOS in Rentsch (17 Uhr) ein Impulsreferat zum Thema „Gewalt gegen Senioren“ statt, das ASAA gemeinsam mit SOCREM veranstaltet. Die bekannte Psychologin aus Trient Dr. Paola Taufer, die sich seit langem mit Generationenkonflikten und Problemen in Betreuungssituationen beschäftigt und die einschlägige Gesellschaft für Psychologie SIPAA gegründet hat, wird dabei die verschiedenen Formen von Gewalt erläutern und Wege zu deren Vermeidung aufzeigen. Alle Interessierten sind zum kostenlosen Vortrag (in italienischer Sprache) eingeladen, sollten sich allerdings innerhalb 30.9. anmelden (info@asaa.itoder info@socrem.bz.it bzw. Grüne Nummer 800660561). (ehm)

Alzheimer-Risiko durch Gene und Umwelt beeinflusst.

https://www.stol.it/Artikel/Panorama-im-Ueberblick/Gesundheit/Umwelt-und-Gene-beeinflussen-Alzheimer-Risiko

Nicht weniger Kranke sind, sondern mehr.

https://www.repubblica.it/cronaca/2019/09/09/news/alzheimer_piu_malati_e_sempre_meno_cure-235542402/?ref=RHPPLF-BH-I235548338-C8-P9-S1.8-T1

Ankündigung zum Info-Abend am 31. Juli 2019 in Mals

Trainingslauf mit dem Landeshauptmann, dem Schirmherrn der Initiative Run-for-Alzheimer

Lauflegende Alfred Monsorno will nach 40 Jahren sein erstes New-York-Abenteuer zusammen mit seinen Söhnen wiederholen: den berühmtesten Marathon der Welt, der heuer am 3.November stattfindet. Dafür trainiert er täglich, auch um anderen Mut zu machen, in höherem Alter nicht nachzugeben. Und dafür sammelt er für jeden Kilometer der Rennstrecke von insgesamt 42.195 Spenden, die er dann dem Verein ASAA-Alzheimer Südtirol Alto Adige EV zur Verfügung stellt. Nun hat er seinem Run-for-Alzheimer-Projekt einen prominenten Schirmherrn gewonnen. 

Artikel in der Tageszeitung Dolomiten am 20. Juni 2019

Landeshauptmann und Sport-Landesrat Arno Kompatscher, selbst ein passionierter Läufer, hat heute beim Training seinen aktiven Beitrag geleistet und seine Spitzenkondition bewiesen. Um 8 Uhr früh traf sich die Laufgruppe in Montan, dann ging es per Pkw nach Kalditsch, um von dort entlang der alten Bahntrasse nach Montan zurück zu laufen – was einer Trainingsstrecke von etwa 5 km entspricht. Mit dabei waren neben der Bürgermeisterin von Montan, Monika Delvai Hilber und dem Bürgermeister Michael Epp (Truden) auch die Bürgermeister Horst Pichler (Neumarkt), Manfred Mayr (Kurtinig), Roland Lazzeri (Salurn), ebenso Jürgen und Thomas Braun sowie Karin Warasin (Kiku Apples), Tanja Zwerger (Möbel Untermarzoner), Freddy Steger (Exzelent), Andy Punter (Marketing Franz Haas) und der Schauspieler Thomas Hochkofler. Monsorno wurde von seinem Sohn Benjamin begleitet.  

Danach nahm die Gruppe zusammen mit einer Abordnung der Alzheimer-Vereinigung – Präsident Ulrich Seitz, Vizepräsidentin Edith Moroder, Vorstandsmitglied Helga Koler – ein gemütliches Frühstück auf der Terrasse des Gasthauses Goldener Löwe ein. Dabei ergab sich Gelegenheit zum zwanglosen Austausch über verschiedene aktuelle Themen. (ehm) 

ASAA-Mitglied Enza Braghini, Präsidentin Orthoptisten-Vereinigung Karin Waldhauser und ASAA Präsident Ulrich Seitz (von links nach rechts)

Zum ersten Mal fand am 01.06.2019 am Zentralkrankenhaus Bozen unter der Leitung der regionalen Präsidentin der Orthoptisten-Vereinigung, Karin Waldhauser eine spezielle Fortbildung über neurodegenerative Erkrankungen mit Fokus auf Alzheimer und Parkinson statt, die sich neben den Fachvorträgen, ganz konkret um die Schwierigkeiten aus der Sichtweise der Patienten/Angehörigen kümmerte. Ziel dieses ganztätigen Kurses war es, den Teilnehmer/innen einen neuen Zugang zur Behandlung von Personen mit Hirnleistungsstörung aufzuzeigen. 

Die Orthoptik ist ein Teilgebiet der Augenheilkunde und befasst sich mit der orthoptischen Diagnose und der Behandlung von Anvertrauten mit Strabismus (Schielen), mit Amblyopie (Schwachsichtigkeit), mit Problemen des Binokularsehens (Zusammenarbeit beider Augen) oder mit Funktionsstörungen der Augenmuskeln. In den augenärztlichen Ambulatorien führen Orthoptisten und Orthoptistinnen mit Hilfe von speziellen Instrumenten Untersuchungen durch wie z.B. die Bestimmung des Gesichtsfeldes und die Messung des Augeninnendruckes. Sie beraten Patienten und Patientinnen über Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten und führen diese selbstständig durch.

Die Vereinigung Alzheimer Südtirol Alto Adige ASAA trägt diese erfreuliche Initiative mit und beteiligte sich mit Erfahrungsberichten Angehöriger und Betreuer/innen an einem Runden Tisch, um die Fachleute für eine angepasste Beziehung zu den Kranken zu sensibilisieren. Dazu wird auch die Foto-Wanderausstellung der Vereinigung im Foyer des Krankenhauses beitragen, die noch bis zum 16. Juni 2019 zugänglich bleibt.  Das Fotoprojekt, welches eine Reihe von Fachvorträgen umrahmt, verfolgt das Ziel, Aufmerksamkeit und Bewusstsein für Mensch mit einer demenziellen Erkrankungen zu schaffen. Dabei sollen Berührungsängste abgebaut und eine öffentliche Diskussion angeregt werden. Das Fotoprojekt umfasst Fotos und grafisch gestaltete Texte, welche in Zusammenarbeit mit Ärzten, mit professionellem Pflegepersonal, mit pflegenden Angehörigen und Freunden erarbeitet wurden. Dabei ist es und wichtig, dass stets die Menschen und deren Würde im Vordergrund stehen, so Ulrich Seitz, Präsident der Alzheimervereinigung Südtirol. So kann eine emotionale Brücke zu den Betrachtenden entstehen.