Aus der Zeitschrift „Dolomiten“ vom 5.10.2021

Die Praxis orientierte Pflege, wird immer wichtiger, so der Präsident der Alzheimervereinigung Südtirol Ulrich Seitz, der von besorgniserregenden Trends in der häuslichen Pflege in Südtirol spricht. Noch nie haben nämlich so viele Südtiroler wie derzeit daheim Menschen mit offensichtlichen kognitiven Einschränkungen betreut und noch nie erhielten wir so viele Hilferufe aufgrund völliger Überforderung.

Nur schon bei den Demenzkranken sind davon rund 10.500 Südtiroler Haushalte betroffen, denn 75% aller Fälle werden über Jahre, durchschnittlich 5-8, daheim versorgt. Und bei weitem nicht alle haben gemäß Beurteilung der zuständigen Stellen Anrecht auf die Pflegeeinstufung. Viele der so genannten „Caregivers“ haben demnach den Spießrutenlauf mit den Behörden aufgegeben und versuchen mit eigenen Kräften ihre Situation zu meistern. Dabei werden wir, so Seitz mit oftmals sehr krassen Beispielen landesweit konfrontiert, wo sich bald herausstellt, dass die Pflegenden dringend im praktischen Umgang mit einem Familienmitglied gestärkt werden müssen. Und da setzt nun die Alzheimervereinigung ab sofort mit einem intensiven, niederschwellig und leicht zugänglichen Angebot von Beratungen an.

 

Präsident der Alzheimervereinigung Südtirol Ulrich Seitz

Betreuungsarbeit zu Hause ist nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie anspruchsvoll und vor allem für den familiären Kontext anstrengend geworden. Die Pflegeden Angehörigen müssen aus diesem Grunde besonders ihre eigene Bewegungskompetenz besser nutzen, um die Kranken in ihrer Nähe in deren Bewegungskompetenz zu fördern. Dies führt ebenso dazu, dass pflegende Angehörige bei ihrer Tätigkeit gezielter auf ihre eigene Gesundheit achten und pflegebedürftige Angehörige größere Eigenaktivität, Mobilität und Selbstständigkeit entwickeln können. Dadurch profitieren alle Beteiligten gleichermaßen von einer verbesserten Lebensqualität.

Die Inhalte unserer Beratungen in diesem Zusammenhang ziele darauf hin, sensibel auf physische Tätigkeiten bei sich selbst, dem Umgang mit Gewicht, oder der Nutzung von Hilfsmitteln Zwei Werkzeuge bieten sich spezifisch diesbezüglich an, und zwar die Kinästhetik, die als Lehre der Bewegungsempfindung gilt sowie die Validation, die sich zu einer effizienten  Kommunikationstechnik, im Umgang mit dementiell erkrankten Menschen gemausert hat. Sie soll das Wohlbefinden und die Autonomie des Dementen durch das Normalitätsprinzip fördern d.h. die subjektive Wirklichkeit des Gegenübers wird so angenommen, wie sie vorherrscht.

Einschreibungen und Informationen zur zitierten Selbsthilfe mittles Kinästhetik und Validation über info@asaa.it oder die Grüne Nummer 800660561.

Aus der Dolomiten vom 27.08.2021 - Im Bild: ASAA Präsident Ulrich Seitz mit den Teilnehmern der Kunsttherapie im Bozner „Museion“

Aus der Dolomiten vom 27.08.2021 – Im Bild: ASAA Präsident Ulrich Seitz mit den Teilnehmern der Kunsttherapie im Bozner „Museion“

Nachdem auch heuer wieder immer noch viele Angebote in der Nachmittagsbetreuung von Menschen mit chronischen und speziell kognitiven Krankheitsbildern landesweit aufgrund der Corona Pandemie fehlen, setzt die Alzheimervereinigung Südtirol ASAA verstärkt in den Sommermonaten auf unterschiedliche Projekte, die an direkt Betroffene, deren Familien, ausländischen Hilfskräften wie auch Mitarbeiterinnen aus den Pflegeberufen gerichtet sind. So erfreut sich unser Kurs zur Kunsttherapie mit den erfahrenen Expertinnen Ulrike Hofmann, Patrizia Trafoier und Rita Mentzel, der wöchentlich im „Museion“ in Bozen stattfindet, großer Beliebtheit, betont ASAA Präsident Ulrich Seitz.

Die vielen Anrufe, die täglich auf der Grünen Nummer der Alzheimervereinigung 800660561 eingehen, sind deutlich mehr geworden, wenn man dies mit den Vorjahren vergleicht, so Seitz. Was auffallend ist, dass mit der Pandemie-Zeit immer öfters die Thematik „Depression und Demenz“ bei den Hilfesuchenden angesprochen wird. Es ist offensichtlich, dass das Erleben des eigenen Abbaus der Merkfähigkeit, der Fähigkeit den Überblick zu bewahren bzw. der Autonomieverlust, zur Depression führen kann. Wir sehen bei unseren Screenings, die wir im Verein garantieren, dass Depression massiv die Informationsverarbeitung im Gehirn und die dazugehörigen Leistungen beeinflusst und die Symptome der Demenz rapide verschlechtert. Wir schlagen daher unmissverständlich Alarm, betont Ulrich Seitz, denn die Wartezeiten für aufschiebbare sowie programmierte Visiten in den Bereichen Geriatrie, Neurologie oder Rehabilitation (physisch und psychisch) übersteigen hierzulande wiederum die Höchstwartezeiten, die staatlich vorgegeben wurden, um einiges. Und wenn man bedenkt, dass bei rund 25.000 Südtirolern, die zur Zeit an Depressionen leiden, ein großer Anteil Senioren betrifft, und gerade sie durch effiziente Anlaufstellen aufgefangen werden könnten, müssen wir einfordern, dass es in diesem Zusammenhang zu Entspannungen kommt. Bei der Auswertung von rund 200 Fällen, die Seitz in den letzten Monaten erhoben hat, zeigt sich dass das Auftreten depressiver Symptome bei Demenz immer klarer zur riesigen Belastung für die Familien im Lande wird. Die auftretenden Schwierigkeiten sind vielfältig, von Mensch zu Mensch verschieden, doch agieren solche Menschen apathisch, unruhig, gereizt, verbunden mit Schlafstörungen und in rund 50% der Fällen mit Suizidgedanken. Seitz erinnert, dass es in unzähligen Situationen zu einer totalen Ohnmacht der Pflegenden vor dem Leiden ihrer Lieben kommt. Die ASAA startet aus den dargelegten Fakten mit einem weiteren Paket, und zwar mit der gezielten Einbindung des effizienten Zugangs mittels „Validation“ mit intern ausgebildeten Lehrerinnen.

Nähere Infos über info@asaa.it

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Aus der Tageszeitung „Dolomiten“ vom 03.08.2021.  

 

Auch in diesem Jahr stellt sich wieder ein großes Problem im Zusammenhang mit der Betreuung von Menschen mit besonderen Krankheitsbildern, die daheim gepflegt werden. Die Corona-Pandemie hat vieles zerstört und nicht wieder reanimiert, so Ulrich Seitz, Präsident der Alzheimervereinigung Südtirol. Mühevoll und mit viel Enthusiasmus über die Jahre aufgebaute Entlastungsangebote für Menschen mit Demenz und deren Angehörigen wurden im Jahre 2020 vielerorts landesweit eingestampft und aus Sorge wegen möglicher Infektionsgefahren, schlichtweg nicht mehr angedacht. Das stellt einerseits einen immensen Verlust in der Freizeitgestaltung Betroffener dar, anderseits bewirkt diese Entscheidung eine Art Kapitulation vor dem Virus, und bringt Familien, die Alternativen zur häuslichen Pflege brauchen in zusätzliche Schwierigkeiten, betont Seitz.

Die Alzheimervereinigung Südtirol ASSA reagiert nun darauf mit einem relativ schnell aus der Taufe gehobenen Projekt in enger Kooperation mit dem Zusammenschluss erfahrener Kunsttherapeutinnen aus unserem Land, die in der Organisationsstruktur „Healing Arts“ ihre wichtigen Kenntnisse weitergeben. Seitz bezeichnet diese Beziehung zur neu gegründeten Gruppe als besonderes Glück.

Der Grund liegt darin, dass Kunsttherapie gerade Menschen mit Demenz hilft, sich auszudrücken, zu kommunizieren und mit der Umwelt zu interagieren. Das geschieht oft auch auf nonverbale Weise. Das gemalte Bild ist dabei quasi das Medium. Kunst weckt Erinnerungen – egal ob Demenzerkranke selbst gestalten oder sich Werke von Künstlern im Museum ansehen.

Im Bild von links nach rechts: Rita Mentzel, ASAA Präsident Ulrich Seitz und Ulrike Hofmann

 

Die Möglichkeit, sich „künstlerisch“ zu betätigen, fördert Lebensqualität sowie Selbstgefühl. Stimmungen und Gefühle. In diesem Sinne startet nun ab 5. August 2021 eine spezifische Reihe von spannenden Treffen für Interessierte aus allen Landesteilen im „Museion Bozen“. Immer donnerstags von 16 Uhr bis 17.30 Uhr bietet sich über das Projekt von „Healing Arts“ und „ASAA“ die konkrete Chance mit ausgebildeten Kunsttherapeutinnen zu beobachten, welche Reaktionen bei Motiven und Maltechniken in der Zielgruppe zum Vorschein gelangen.

Ulrike Hofmann und Rita Mentzel unterstreichen als begeisterte Vertreterinnen der Kunsttherapie diesbezüglich Folgendes: „wir erforschen in kleinen Gruppen Materialien und Techniken der Kunsttherapie. Zusätzlich zur kunsttherapeutischen Erfahrung haben die Teilnehmer im Museion in Bozen die Möglichkeit, sich mit den Kunstwerken des Museums auseinanderzusetzen und sich gedanklich als auch verbal diesbezüglich auszutauschen“. Neugierige können sich ab sofort unter info@asaa.it für dieses „andere Projekt in einer außergewöhnlichen Zeit“ anmelden und Kraft tanken für den anstrengenden Alltag.

Angesprochen sind Patienten, Pflegende aus dem familiären Umfeld, Hilfskräfte, aber auch Bedienstete aus sozio-sanitären Einrichtungen, die Lust verspüren, nützliches Werkzeug für die oftmals sehr herausforderungsvolle Aufgabe der Hilfe zuhause, zu erhalten.

Aus der Tageszeitung „Dolomiten“

Aus der „Neue Südtiroler Tageszeitung“ vom 15.07.2021

Aus der Zeitschrift „Die Weintstrasse” von Juni 2021

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Auf dem Foto: eine Teilnehmerin des letzten Kurses in Bozen und der Präsident ASAA Ulrich Seitz

Nachdem von Seiten der Alzheimervereinigung Südtirol ASAA, in enger Zusammenarbeit mit der Weiterbildungsagentur „Cedocs“ in den letzten 3 Jahren mit großem Erfolg Fortbildungskurse für pflegende Angehörige und ausländische Hilfskräfte in der Gemeinde Bozen organisiert worden waren, freut sich die Alzheimervereinigung Südtirol nun sehr, dass es gelungen ist, erstmals ein sehr attraktives Programm für Interessierte im Ausmaß von 60 Stunden, beginnend ab dem 07.05.2021 bis einschließlich 24.06.2021 in Meran auf die Beine zu stellen (immer am Freitag-Nachmittag und am Samstag-Vormittag im Bürgersaal Otto Huber), trotz der Einschränkungen durch die Corona Pandemie und in Präsenz.

Das Projekt ermöglicht ganz konkret Personen, die als Betreuer/innen arbeiten, ihr professionelles Berufsbild durch den psychologisch-kulturellen Aspekt und den aktiven Gebrauch der gemeinsamen Zeit zu vervollständigen.

Der Kurs steht aber auch für Angehörige Demenzkranker offen, um ihnen praktische Mittel in die Hand zu geben, die sie befähigen, ihre kranken Familienmitglieder mit mehr Sicherheit und weniger Stress- Aufwand zu unterstützen. Im Fokus der Referate und praktischen Übungen stehen die Beziehungsaspekte und die aktive Nutzung der Zeit für die Senioren, wobei man auf der Basis ihrer Biografie auf Verhaltensweisen, Initiativen und Anregungen setzt, die ihr Interesse und ihre soziale Anteilnahme an ihrer Umwelt nachhaltig bewahren helfen. Damit wird der Melancholie und dem Gefühl der Isolation vorgebeugt, die nicht nur bei Senioren zu einem raschen geistigen und körperlichen Verfall führen.  Die Themenvielfalt ist dieses Mal besonders beeindruckend, sie reicht nämlich von rechtlichen Informationen, über die Kinästhetik, die Ernährung von Senioren, zur Vorstellung der im Land bestehenden Gesundheits- und Sozialdienste, bis hin zur Zubereitung von traditionellen Speisen, Hauskrankenpflege, bis zur Domotik, Beschäftigungstherapie und schließlich der psychologischen Unterstützung für Betreuer mit Krisenmanagement, so unterstreichen dies Ulrich Seitz, Präsident der Alzheimervereinigung und Ricciarda Cavosi, Psychologin sowie Verantwortliche der Initiative vor Ort. Die Freude ist vor allem auch deshalb groß, dass es gelungen ist, erfahrene Fachleute aus den verschiedensten Bereichen aus Meran und Umgebung zu gewinnen. Eines darf gerade in dieser Ausnahmezeit nicht vergessen werden. Die meisten demenziell erkrankten Menschen werden in Südtirol von ihren Angehörigen versorgt, häufig ohne jede professionelle Unterstützung. Pflegende Angehörige sind dadurch körperlich, psychisch emotional und oft auch finanziell-wirtschaftlich stark belastet. Es fehlen immer öfters wegen akute Unterstützungs- und Entlastungsangebote im öffentlichen Bereich,  die nachweislich helfen und positiv wirken könnten. Viele Angehörige im Lande sind misstrauisch oder lehnen halbherzige Unterstützungsangebote ab, so Seitz.  Was für die Organisatoren des Kurses wichtig erscheint, ist hervorzuheben, dass es sehr wohl möglich ist, trotz  Demenzdiagnose zu Hause in Würde zu wohnen. Wie das geht, zeigt der angesprochene Kurs.  Am besten gelingt dies jenen, die zur richtigen Zeit auch von außen Hilfe bekommen und diese  zulassen. Deshalb ist es unabdingbar, dass sich die Familie gründlich mit der Situation auseinandersetzt, offen bespricht, in welchem Umfang sie helfen kann und wo sie externe Hilfe braucht, das rät unter anderem die Betroffene, Laura Turati. Die Unternehmerin, Tochter und Freiwillige Turati erläutert in ihren praktischen Ausführungen die Grundkenntnisse, die man in der Betreuung von Demenzkranker braucht, beschreibt die Bedeutung des Aufbaus der Beziehung zwischen Betreuer, Betreutem und seiner Familie, und greift die oftmals sehr undurchsichtigen Themen rund um die Rechte der betreuten Person, und schließlich ebenso die zivile/strafrechtliche Verantwortung im Betreuungsprozess auf.

Ich werde nicht müde, betont Seitz ebenso auf die Notwendigkeit der Unterstützung durch qualifizierte Freiwillige als wesentlicher Bestandteil in einem gelingenden Pflegemix hinzuweisen. Die Weiterqualifikation von engagierten Freiwilligen trägt zu einer Entlastung von pflegenden Angehörigen bei.

Auskünfte zum Kurs über info@asaa.it oder die Grüne Nummer der Alzheimervereinigung 800660561

Aus der Zeitschrift „Dolomiten“ vom 04.05.2021

Über 2100 Anrufe bei der Grünen Nummer der Alzheimervereinigung Südtirol 800660561 – Resümee aus 14 Monaten Ausnahmezustand durch die Pandemie

Ulrich Seitz, der Präsident der Alzheimervereinigung Südtirol hat ein erstes Fazit der Anrufe auf der Grünen Nummer in den letzten 14 Monaten gezogen. Nach Auskunft der zahlreichen Betroffenen geht dabei hervor, dass rund 60% der Personen, die von Demenz betroffen sind, eine erhebliche Verschlechterung ihrer gesundheitlichen Situation aufgrund der Pandemie erfahren hat. Verschiedenste Verhaltensstörungen in der Psyche kamen dabei besonders zum Tragen. Rund 70% der Familienangehörigen hat einer Auswertung der ASAA zufolge hingegen verstärkt Probleme durch zusätzliche Stressfaktoren in der Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Pflege am Beratertelefon angesprochen.

Die Alzheimervereinigung hat auf die Fülle der Anfragen reagiert und Ratschläge für die Pflege daheim zusammengestellt, die von vielen Südtiroler Familien gerne angenommen werden, so Seitz.

Diese lauten:

  • Nehmen Sie Anschuldigungen und Abwehrverhalten nicht persönlich – bleiben Sie ruhig. Sagen Sie innerlich ‚Stopp und ihren Vornamen‘ und atmen Sie tief durch bevor Sie reagieren.
  • Diskutieren und Zwang bringen in der Regel nichts.
  • Setzen Sie Grenzen wo es notwendig ist – bei Selbst- oder Fremdgefährdung.
  • Lenken Sie von einer kritischen Situation ab oder lassen Sie die Sache für den Moment auf sich beruhen.
  • Stolperfallen beseitigen, für ausreichende und gute Beleuchtung sorgen – das Licht von Fernseher und Computer können besonders abends die Unruhe fördern. Hören Sie lieber Musik oder lesen Sie etwas vor.
  • Machen Sie mit, wenn Sinnestäuschungen und angstauslösende Dinge geschildert werden, die Sie nicht wahrnehmen. Korrigieren Sie nicht, sondern akzeptieren sie diese Wahrnehmung und helfen sie mit, Spinnen zu entfernen, Zwerge mit Essen zu versorgen um sie freundlich zu stimmen, bei Angst vor Stromschlägen mit Kleidern oder Handschuhen ins Bett zu gehen usw.
  • Finden Sie etwas zum Lachen. Humor ist eine wichtige Stütze im Alltag mit Menschen mit Demenz. Gemeinsam lachen, nicht andere auslachen!
  • Das Weglaufen von Demenzkranken ist gerade jetzt eine Herausforderung. Als Reaktion auf die eingeschränkte Bewegungsfreiheit ist dieses Verhalten verständlich. Fragen Sie die Person, die das Haus verlassen möchte, wo sie hin muss und hören Sie genau zu, was sie sagt. Wenn Sie mit ihr über den Ort und die Erinnerungen daran sprechen, kann sie sich beruhigen und lenken Sie sie ab, indem Sie eine alternative Tätigkeit vorschlagen.

Ein Teil des ASAA Vorstands (v.l.): Helmuth Ohnewein, Edith Moroder, Ulrich Seitz, Simonetta Nadin mit Soziallandesrätin Waltraud Deeg (2.v.r.)

 

Wenn ein älterer Angehöriger allmählich an Autonomie verliert, ist die Verwaltung seines Vermögens eine der intensivsten Sorgen der Familie: Wie geht man mit diesem heiklen Thema um, wen kann man um erste Informationen und Beratung bitten, welche Hilfsmittel stehen zur Verfügung?

Um Kindern und Betreuern zu helfen, Antworten auf diese Fragen zu finden und sie bei der schwierigen Aufgabe zu unterstützen, sich um alle Bedürfnisse ihrer Eltern zu kümmern, planen wir als Alzheimervereinigung Südtirol eine Reihe von gezielten Treffen und spezifischen Konferenzen, um die Gesellschaft zu informieren und zu sensibilisieren, betont der Präsident der ASAA, Ulrich Seitz. Er erinnert auch daran, dass es in Südtirol mehr als 20.000 Kinder und Angehörige gibt, die sich um nicht-selbständige Verwandte kümmern, die nicht mehr in der Lage sind, für sich selbst und damit auch für ihr Vermögen zu sorgen. Beginnen wir mit den schwersten Fällen: der Elternteil, der behindert ist, an Alzheimer oder Demenz leidet oder bettlägerig ist. Was können Sie tun, wenn Sie Handlungen und Dokumente nicht unterschreiben können?

Dr. Michele Piccolin und Dr. Alice Panicciari, die beiden Experten der Alzheimervereinigung Südtirol, verfolgen seit langem sehr wichtige Themen für unseren Verein. Das sind zum einen das Screening und zum anderen die psychologische Betreuung, unterstreicht Seitz.

Michele Piccolin arbeitet als Psychologe, spezialisiert auf forensische Neuropsychologie, während Alice Panicciari als Psychologin in der Beurteilung, Beratung und psychologischen Unterstützung von Familien mit emotionalen und Verhaltensschwierigkeiten engagiert ist.

Am 19.04.2021 ist von 15:00 bis 16:30 Uhr ein Nachmittag voller aktueller Inhalte mit anschließender Veranstaltung via Zoom-Videokonferenz geplant:

  • „Die Fähigkeit, im Alter über sein Vermögen zu verfügen: mögliche Bedrohungen erkennen und sich durch einen aktiven Geist schützen“ und
  • „Intervention zur kognitiven Stimulation und emotionalen Unterstützung“.Alle Interessenten sind herzlich eingeladen, sich auf jeden Fall unter info@asaa.it anzumelden, um die notwendigen Informationen zur kostenlosen Teilnahme an der geplanten Veranstaltung zu erhalten.

 

Aus der Zeitschrift „Dolomiten“ vom 12.04.2021