Aus der Dolomiten vom 27.08.2021 - Im Bild: ASAA Präsident Ulrich Seitz mit den Teilnehmern der Kunsttherapie im Bozner „Museion“

Aus der Dolomiten vom 27.08.2021 – Im Bild: ASAA Präsident Ulrich Seitz mit den Teilnehmern der Kunsttherapie im Bozner „Museion“

Nachdem auch heuer wieder immer noch viele Angebote in der Nachmittagsbetreuung von Menschen mit chronischen und speziell kognitiven Krankheitsbildern landesweit aufgrund der Corona Pandemie fehlen, setzt die Alzheimervereinigung Südtirol ASAA verstärkt in den Sommermonaten auf unterschiedliche Projekte, die an direkt Betroffene, deren Familien, ausländischen Hilfskräften wie auch Mitarbeiterinnen aus den Pflegeberufen gerichtet sind. So erfreut sich unser Kurs zur Kunsttherapie mit den erfahrenen Expertinnen Ulrike Hofmann, Patrizia Trafoier und Rita Mentzel, der wöchentlich im „Museion“ in Bozen stattfindet, großer Beliebtheit, betont ASAA Präsident Ulrich Seitz.

Die vielen Anrufe, die täglich auf der Grünen Nummer der Alzheimervereinigung 800660561 eingehen, sind deutlich mehr geworden, wenn man dies mit den Vorjahren vergleicht, so Seitz. Was auffallend ist, dass mit der Pandemie-Zeit immer öfters die Thematik „Depression und Demenz“ bei den Hilfesuchenden angesprochen wird. Es ist offensichtlich, dass das Erleben des eigenen Abbaus der Merkfähigkeit, der Fähigkeit den Überblick zu bewahren bzw. der Autonomieverlust, zur Depression führen kann. Wir sehen bei unseren Screenings, die wir im Verein garantieren, dass Depression massiv die Informationsverarbeitung im Gehirn und die dazugehörigen Leistungen beeinflusst und die Symptome der Demenz rapide verschlechtert. Wir schlagen daher unmissverständlich Alarm, betont Ulrich Seitz, denn die Wartezeiten für aufschiebbare sowie programmierte Visiten in den Bereichen Geriatrie, Neurologie oder Rehabilitation (physisch und psychisch) übersteigen hierzulande wiederum die Höchstwartezeiten, die staatlich vorgegeben wurden, um einiges. Und wenn man bedenkt, dass bei rund 25.000 Südtirolern, die zur Zeit an Depressionen leiden, ein großer Anteil Senioren betrifft, und gerade sie durch effiziente Anlaufstellen aufgefangen werden könnten, müssen wir einfordern, dass es in diesem Zusammenhang zu Entspannungen kommt. Bei der Auswertung von rund 200 Fällen, die Seitz in den letzten Monaten erhoben hat, zeigt sich dass das Auftreten depressiver Symptome bei Demenz immer klarer zur riesigen Belastung für die Familien im Lande wird. Die auftretenden Schwierigkeiten sind vielfältig, von Mensch zu Mensch verschieden, doch agieren solche Menschen apathisch, unruhig, gereizt, verbunden mit Schlafstörungen und in rund 50% der Fällen mit Suizidgedanken. Seitz erinnert, dass es in unzähligen Situationen zu einer totalen Ohnmacht der Pflegenden vor dem Leiden ihrer Lieben kommt. Die ASAA startet aus den dargelegten Fakten mit einem weiteren Paket, und zwar mit der gezielten Einbindung des effizienten Zugangs mittels „Validation“ mit intern ausgebildeten Lehrerinnen.

Nähere Infos über info@asaa.it

Hier das Dokument zum Herunterladen

Aus der Tageszeitung „Dolomiten“ vom 03.08.2021.  

 

Auch in diesem Jahr stellt sich wieder ein großes Problem im Zusammenhang mit der Betreuung von Menschen mit besonderen Krankheitsbildern, die daheim gepflegt werden. Die Corona-Pandemie hat vieles zerstört und nicht wieder reanimiert, so Ulrich Seitz, Präsident der Alzheimervereinigung Südtirol. Mühevoll und mit viel Enthusiasmus über die Jahre aufgebaute Entlastungsangebote für Menschen mit Demenz und deren Angehörigen wurden im Jahre 2020 vielerorts landesweit eingestampft und aus Sorge wegen möglicher Infektionsgefahren, schlichtweg nicht mehr angedacht. Das stellt einerseits einen immensen Verlust in der Freizeitgestaltung Betroffener dar, anderseits bewirkt diese Entscheidung eine Art Kapitulation vor dem Virus, und bringt Familien, die Alternativen zur häuslichen Pflege brauchen in zusätzliche Schwierigkeiten, betont Seitz.

Die Alzheimervereinigung Südtirol ASSA reagiert nun darauf mit einem relativ schnell aus der Taufe gehobenen Projekt in enger Kooperation mit dem Zusammenschluss erfahrener Kunsttherapeutinnen aus unserem Land, die in der Organisationsstruktur „Healing Arts“ ihre wichtigen Kenntnisse weitergeben. Seitz bezeichnet diese Beziehung zur neu gegründeten Gruppe als besonderes Glück.

Der Grund liegt darin, dass Kunsttherapie gerade Menschen mit Demenz hilft, sich auszudrücken, zu kommunizieren und mit der Umwelt zu interagieren. Das geschieht oft auch auf nonverbale Weise. Das gemalte Bild ist dabei quasi das Medium. Kunst weckt Erinnerungen – egal ob Demenzerkranke selbst gestalten oder sich Werke von Künstlern im Museum ansehen.

Im Bild von links nach rechts: Rita Mentzel, ASAA Präsident Ulrich Seitz und Ulrike Hofmann

 

Die Möglichkeit, sich „künstlerisch“ zu betätigen, fördert Lebensqualität sowie Selbstgefühl. Stimmungen und Gefühle. In diesem Sinne startet nun ab 5. August 2021 eine spezifische Reihe von spannenden Treffen für Interessierte aus allen Landesteilen im „Museion Bozen“. Immer donnerstags von 16 Uhr bis 17.30 Uhr bietet sich über das Projekt von „Healing Arts“ und „ASAA“ die konkrete Chance mit ausgebildeten Kunsttherapeutinnen zu beobachten, welche Reaktionen bei Motiven und Maltechniken in der Zielgruppe zum Vorschein gelangen.

Ulrike Hofmann und Rita Mentzel unterstreichen als begeisterte Vertreterinnen der Kunsttherapie diesbezüglich Folgendes: „wir erforschen in kleinen Gruppen Materialien und Techniken der Kunsttherapie. Zusätzlich zur kunsttherapeutischen Erfahrung haben die Teilnehmer im Museion in Bozen die Möglichkeit, sich mit den Kunstwerken des Museums auseinanderzusetzen und sich gedanklich als auch verbal diesbezüglich auszutauschen“. Neugierige können sich ab sofort unter info@asaa.it für dieses „andere Projekt in einer außergewöhnlichen Zeit“ anmelden und Kraft tanken für den anstrengenden Alltag.

Angesprochen sind Patienten, Pflegende aus dem familiären Umfeld, Hilfskräfte, aber auch Bedienstete aus sozio-sanitären Einrichtungen, die Lust verspüren, nützliches Werkzeug für die oftmals sehr herausforderungsvolle Aufgabe der Hilfe zuhause, zu erhalten.

Aus der Tageszeitung „Dolomiten“

Aus der „Neue Südtiroler Tageszeitung“ vom 15.07.2021

Die Alzheimervereinigung Südtirol macht keine Sommerpause. Über die Grüne Nummer 800660561 oder über info@asaa.it sind wir täglich zu erreichen, erinnert Ulrich Seitz.

In einer ständig alternden Gesellschaft werden gut ausgebildete Hilfs- und Pflegekräfte immer wichtiger. Besonders an Demenz erkrankte Menschen benötigen eine individuelle und liebevolle Betreuung. Sogenannte Alltags- und Demenzbegleiter können genau dies leisten, Voraussetzung ist jedoch eine entsprechende Ausbildung. Und dafür werden wir nun kämpfen, denn die Versorgungslage im Lande ist alles andere als zufriedenstellend für die rund 10.500 Familien, die aufopferungsvoll selbst pflegen müssen. Die Alzheimervereinigung Südtirol ASAA organisiert gerade in diesen Wochen wieder spezifische Kurse in Bozen und Meran für ausländische Hilfskräfte und Familienangehörige.

Wir haben nunmehr weit mehr als 150 Menschen jeweils über 70 Stunden hinweg geschult, weiß Präsident Ulrich Seitz zu berichten.

Und es ist überhaupt kein Widerspruch, dass Ausländer und Einheimische hier zusammengewürfelt miteinander und voneinander lernen. Es ist sogar eine große Bereicherung für alle Teilnehmer. Da wir leider auch für diesen Sommer keine grundlegenden Verbesserungen für Pflegende Angehörige durch Entlastungsleistungen durch die Öffentlichen Dienste erwarten, weil vieles landesweit an Ressourcen fehlt und gar nicht zur Verfügung gestellt wird, ist es grundlegend, dass wir in der Selbsthilfe noch couragierter eingreifen, betont Seitz. Die entsprechenden Beratungen, Treffen, Screenings und Vertiefungen mit Freiwilligen und Experten, die als Selbständige tätig sind, sollen dabei folgende Ziele verfolgen: Komponenten des körperlichen und kognitiven Alterungsprozesses, Alterserkrankungen sowie unterschiedliche Bedürfnisse alter Menschen mit Einschränkungen und Hochaltriger werden durch die Alzheimervereinigung thematisiert. Innovative Modelle, welche die Lebenszufriedenheit im Alter steigern werden implementiert. Des Weiteren gilt es das Umfeld der Betroffenen zu stärken. Im Vordergrund stehen dabei Demenzielle Erkrankungen und LebensqualitätMit der Diagnose Demenz müssen nicht nur die Erkrankten, sondern auch ihre Nächsten leben lernen. Diesbezüglich setzen wir unter anderem mit der Validation an, unterstreicht Seitz. Im Team werden dabei Südtiroler Familien mit praktischen Tipps und Hilfestellungen in der Pflege versorgt. Ein Fokus wird auf Serviceleistungen im Zusammenhang mit der Pflege (Definition, Aufgabenprofile, Pflegemodelle), mit dem Wohnraum und der Organisation der Pflege und Angehörigenarbeit gelegt. Die Erkenntnisse aus der Sommertätigkeit und vor allem neue Ausrichtungen in der Betreuung werden im Rahmen einer 2-tägigen Infoveranstaltung für die gesamte Bevölkerung am 20-+21.09.2021 in Terlan im Rahmen des Welt-Alzheimertages vorgestellt.  Es geht dabei um Herausfordernde Verhaltensweisen, die das Wohlbefinden der Person, die sie aufweist beeinträchtigen. Sie können verschiedene Ursachen haben, wobei die mit Demenz einhergehende neurologische Beeinträchtigung nur ein Faktor ist. Die Biopsychosoziale Sichtweise betrachtet unmissverständlich neben den medizinischen auch die psychologischen und sozialen Aspekte.

Auszug aus Dolomiten vom 22.06.2021

Aus der Zeitschrift „Die Weintstrasse” von Juni 2021

Ganz unten sind die Artikel als Pdf herunter zu laden

 

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Aus der Zeitschrift “Dolomiten”. Im Bild von links: Pilsenhof Präsident Ulrich Seitz und die Direktorin des Vereins für Sachwalterschaft, Roberta Rigamonti.

 

Man hilft den Menschen nicht, wenn man für sie tut, was sie selbst tun können, meinte schon Abraham Lincoln.

Der Präsident des Seniorenwohnheims „Pilsenhof“ in Terlan, Ulrich Seitz zeigt sich erfreut über die bevorstehende Zusammenarbeit der Etschtaler Struktur mit dem Verein für Sachwalterschaft,

Während der Corona-Zeit ist mir bewusst geworden, dass das Thema Sachwalterschaft ein wirklich sehr gefühltes in unserem Einzugsgebiet ist, es sehr viel Unsicherheit und Vorurteile dazu gibt.

Aus diesem Grunde wird der „Pilsenhof“ Terlan ab dem 25. Juni immer am letzten Freitag des Monats, Nachmittags, fixe Sprechstunden für die interessierte Bevölkerung organisieren, die auch nach entsprechender Voranmeldung unter info@ah-terlan.it für BürgerInnen aus den Nachbargemeinden zugänglich sind, betont Seitz.

Auch die Mitglieder der ASAA sind hierzu herzlich willkommen und können jederzeit einen Termin fixieren!

Wenn ein Mensch mit einer geistigen Behinderung oder psychischen Krankheit nicht in der Lage ist, bestimmte Angelegenheiten selbst zu erledigen, ohne dabei Gefahr zu laufen, benachteiligt zu werden, braucht er eine gesetzliche Vertretung. Zunächst muss und sollte auf jeden Fall geklärt werde, ob es eine Alternative zur Sachwalterschaft gibt. Sachwalter sein heißt, Verantwortung für einen Menschen zu übernehmen, der auf diese Hilfe angewiesen ist. Kann ein Mensch trotz geistiger Behinderung oder psychischer Krankheit seine Angelegenheiten selbst meistern – etwa mit Hilfe seiner Familie oder psychosozialer Dienste – darf kein Sachwalter bestellt werden. Gerade im ländlichen Gebiet sind diese Präzisierungen von erheblicher Bedeutung. Der Pilsenhof möchte in diesem Zusammenhang Klarheit garantieren. Ein weiteres heißes Eisen ergibt sich dann wenn der Betroffene die nötige Einsichts- und Urteilsfähigkeit hat, und dahingehend entscheidet, ob eine bestimmte medizinische Behandlung an ihm durchgeführt werden soll oder nicht. Hat er diese Fähigkeit nicht, ist die Zustimmung des Sachwalters nötig (falls die Zustimmung zu medizinischen Behandlungen vom Gericht als Teil seiner Aufgaben festgelegt worden ist). Speziell in Pandemie-Zeiten war und ist es unumgänglich zu überprüfen, ob der Betroffene ausreichend einsichts- und urteilsfähig ist. Diesbezüglich hat der behandelnde Arzt nach dem Aufklärungsgespräch, die Verantwortung die Sachlage zu beurteilen. Im Zweifelsfall muss ein psychiatrisches Gutachten eingeholt werden. Bei schwerwiegenden medizinischen Maßnahmen (z.B. risikoreiche Operationen, Amputationen, PEG-Sonde) darf der Sachwalter nur zustimmen, wenn ein Zeugnis eines zweiten Arztes vorliegt, der die Maßnahme ebenfalls für notwendig hält.

Schließlich ist es notwendig, in Dorfgemeinschaften, die stark von der Landwirtschaft leben, praktische Fragestellungen rund um die Betriebsübergabe aufzugreifen. Tatsache ist, dass schwierige Rahmenbedingungen in vielen landwirtschaftlichen Familien mit den Folgen von wachsenden Existenzproblemen auftauchen. Die Entscheidung bis zur endgültigen Übernahme/Übergabe des Betriebes fordert alle Beteiligten heraus – oft auch lange Zeit vor oder nach einer Hofübergabe. Die Lösung für vorhandene Schulden steht dabei nicht selten in Konkurrenz zu verschiedenen Anliegen in der Familie. Tatsache ist, dass man über diese Punkte offen reden muss, und dies soll nun in einem geschützten Rahmen im Pilsenhof Terlan mit Fachleuten gewährleistet werden.

 

Aus dem RAI-Tagesschau vom 30.05.2021

Mehrere Sozialverbände beklagen, dass ihnen völlig überraschend vom Land Beiträge für das laufende Jahr nicht mehr gezahlt werden. Es geht um Geld für Kurse, Veranstaltungen oder Newsletter.

Dass in Zeiten wie diesen gespart werden muss, ist dem Präsidenten des Vereins Alzheimer, Ulrich Seitz, klar. Er beklagt aber, dass…   Weiterlesen