Artikel aus Alto Adige vom 4.12.2018

Als Beauftragter des Gemeinderates Bozen für die Belange von Menschen mit Behinderung, möchte ich daran erinnern, dass die Gemeinde Bozen, unabhängig von politischen Richtungen, die Belange der Menschen mit Beeinträchtigungen sehr ernst nimmt.

Ich möchte dabei stellvertretend dem Bürgermeister, Renzo Caramaschi sowie dem gesamtem Gemeinderat und der Verwaltung danken, die sich immer wieder klar dafür einsetzen, dass Leben in Würde in der Stadtgemeinde Bozen nicht nur als Angelegenheit der bloßen Existenzsicherung empfunden wird, sondern auch Themen wir Gemeinschaft, Zugehörigkeit zur Gesellschaft, Teilhabe am sozialen wie auch kulturellen Leben, ebenso wie die Möglichkeiten zur aktiven Beteiligung, mit der notwendigen Aufmerksamkeit wahrgenommen werden. Ich möchte ganz klar unterstreichen, dass aber vieles nur dann umsetzbar sein wird, wenn genügend personelle und finanzielle Ressourcen für Menschen mit Behinderung zur Verfügung stehen. Und dabei darf nicht nur allein die Stadtverwaltung gefordert sein, sondern muss auch die Wirtschaft mithelfen. Wir können dies nur erreichen, wenn es ausreichend Chancen auf dem Arbeitsmarkt gibt. Menschen mit Behinderung sind leider in vielen Bereichen immer noch nicht selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft. Ob im Bildungssystem oder in der Berufswelt, Sondersituationen und Barrieren jeglicher Art schließen auch in Bozen, Menschen mit Behinderung von der gesellschaftlichen Teilhabe aus. Unser Engagement sowie die Auseinandersetzung mit dem Thema Inklusion dürfen sich deshalb nicht nur auf den 3. Dezember und auf schöne Absichtsreden beschränken.  Inklusion muss jeden Tag in allen Stadtvierteln zwischen Jung und Alt gelebt werden. In diesem Sinne möchte ich einige Vorschläge für die Optimierung bzw. Qualität im Alltagsleben von Menschen mit Behinderung in der Stadtgemeinde Bozen, im Zusammenspiel mit den politischen Entscheidungsträgern erarbeiten, damit Bozen lebenswert bleibt und bei Einheimischen wie Gästen, für seine Offenheit punktet.

Grundlegendes Anliegen, gerade bei den jungen Betroffenen ist und bleibt die Erwerbstätigkeit und das Erlernen eines Berufes, sowie die Eingliederung in den Arbeitsmarkt. Dafür müssen wir alle Energien, auch mittels einer starken Kooperation mit den Unternehmern der Stadt vorantreiben, denn es kann nicht sein, dass wir noch immer Hunderte junge Erwachsene im Stadtgebiet Bozen nicht in die Arbeitswelt integrieren können.