Im Treibsand

Das ASAA-Theaterprojekt

Der Verein Alzheimer Südtirol Alto Adige ASAA begeht heuer sein 20. Bestandsjahr, und zu diesem Anlass soll ein einmaliges Projekt in Gang gesetzt werden: Ein Theaterstück, basierend auf dem Erfahrungsbericht von Edith Moroder (derzeit ASAA-Vizepräsidentin), der unter dem Titel „Im Treibsand. Leben mit Demenz“ im Jahr 2006 im Athesia-Verlag veröffentlicht wurde.

Für dieses Projekt haben sich bereits der Regisseur Christian Mair und die Schauspielerin und Dramaturgin Brigitte Knapp interessiert, um durch eine Bühnenfassung mehr und andere Bevölkerungsschichten, nicht zuletzt die Jugend, zu erreichen. Geplant ist ein Kammerstück mit Mutter-Tochter-Enkelin-Besetzung, wofür schon die Schauspielerinnen Patrizia Pfeifer, Liz Marmsoler und Elisa Pirone gewonnen wurden; die musikalische Begleitung übernimmt die Liedermacherin Barbara Zanetti, die Ausstattung Mirjam Falkensteiner. Brigitte Knapp besorgt die Adaptierung und möchte die Perspektiven mit einer Auswahl an Dialogen und Monologen herausarbeiten; alle drei Figuren sind für sich mit dem schmerzlichen Thema „Loslassen“ beschäftigt.

Die VBB-Intendantin Irene Girkinger hat bei einem Sondierungsgespräch sofort die Koproduktion der Vereinigten Bühnen Bozen zugesagt; die Termine sind bereits fixiert.

Ab 7. 10. wird im Proberaum in der Roenstraße geprobt, ab 5. November auf der Probebühne im Stadttheater, 7.Stock: 10. und 12. Haupt- bzw.  Generalprobe, Uraufführungspremiere dort (Probebühne 7.Stock) am 13. 11.; weitere Aufführungen 14.-17.11. Das Projekt scheint auch im neuen VBB-Spielzeitheft 2019-20 auf.

Die bisher angedachten etwa 12 Aufführungen sollten ab Jänner in den  Städtetheatern des Landes wieder aufgenommen werden (Altstadttheater Meran, Dekadenz Brixen, Stadttheater oder UFO Bruneck); auch Schulvorstellungen könnte man einplanen, um auch junge Menschen auf diesem Wege über die Thematik zu informieren und dafür zu sensibilisieren, was erfahrungsgemäß sehr gut ankommt, evtl. auch mit Einführungen durch Impulsreferate. Für diese Zielgruppe könnte ASAA auch eine Infomappe erstellen.